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Hauptstadtkongress 2019: Gesundheitspolitik, Gesundheitsversorgung, Gesundheitsberufe in Zeiten des digitalen Wandels

Sehr geehrte Damen und Herren,

die digitale Revolution macht Unglaubliches möglich: Die Diagnostik schaut in Echtzeit zelluläre Prozesse im lebenden Organismus an und entschlüsselt genetische Krankheitsursachen. Therapien werden auf das Genom einzelner Individuen zugeschnitten und tödliche Krank- heiten immer häufiger zu chronischen Leiden reduziert. Es kommt zu überwältigenden Verbesserungen und Qualitätssteigerungen in der Gesundheitsversorgung. Jedenfalls theoretisch. Zwar verfügt das deutsche Gesundheitswesen über Wissen und Instrumente für den digitalen Fortschritt, aber bei der Umsetzung hakt es.

Für die elektronische Patientenakte und zur Vernetzung des Gesundheitswesens hat die US-Regierung 1996 und 2009 zwei große Geset- zeswerke geschaffen. Mit dem zweiten wurden gut 36 Milliarden US-Dollar Fördermittel bereit- gestellt.

In Deutschland steht ein solcher gesamtgesellschaftlicher Kraftakt aus. Immerhin: Seit Kliniken und Praxen der Leistungserbringer von der Digitalisierungswelle erfasst worden sind, geht es mit dem einst so zähen Projekt der elektronischen Patientenakte unvermutet zügig voran. Drei Krankenkassenkonsortien führen sie gerade ein.

Doch was fehlt, sind – neben massiver Förderung – auch gesetzliche Rahmensetzungen. Denn bislang ist eine Interoperabilität zwischen den verschiedenen Patientenakten nicht sichergestellt. Zu wirkungs- vollen Rahmenbedingungen des Gesetzgebers gehört aber ebenso die Festlegung techni- scher Standards wie die Anpassung von Berufs- bildern in Medizin und Pflege, etwa indem zur Ausbildung auch das Fach Programmieren hin- zukommt.

Das Motto des Hauptstadtkongresses 2019 lautet: „Gesundheitspolitik, Gesundheitsver- sorgung, Gesundheitsberufe in Zeiten der Digi- talisierung“. Wir blicken in die Zukunft unseres Gesundheitswesens.

Es erwarten Sie also drei interessante Tage. Seien Sie dabei! Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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Sieben gute Gründe, beim Hauptstadtkongress dabei zu sein

Der in letzter Zeit immer wieder als „Davos der Medizin“ bezeichnete Hauptstadtkongress für Medizin und Gesundheit hat er sich einen festen Platz im Terminkalender aller Kompetenz- und Entscheidungsträger im Gesundheitswesen Deutschlands erobert und ist zum ihrem Treffpunkt Nr. 1 avanciert.

Über die Hälfte der ca. 2.000 Krankenhäuser und Kliniken Deutschlands sind durch den jeweiligen Vorstand, die ärztliche Leitung und/oder die Pflegeleitung vertreten – eine einmalige Ansammlung von Verantwortlichkeit und Fachkompetenz.

Der Dialog mit den Spitzenvertretern aus Gesundheitspolitik und Verbänden garantiert aktuelles Wissen aus erster Hand, insbesondere bezüglich Finanzierung, Krankenhausplanung und zu den entsprechenden Rahmenbedingungen für das Gesundheitswesen.

Die intensive Diskussion auf Augenhöhe mit den Spitzenvertretern der Kostenträger und Krankenkassen macht den Hauptstadtkongress zusätzlich wertvoll. Hier werden die brennenden Themen diskutiert und Weichen für die Zukunft gestellt.

Der Hauptstadtkongress ist das führende Forum für innovative Lösungsansätze, um weiterhin eine qualitativ hochwertige Medizin sicherzustellen und gleichzeitig Kostensenkungspotentiale durch Systempartnerschaften zu realisieren.

Der Hauptstadtkongress bietet mit zahlreichen Veranstaltungen jedes Jahr intensive Einblicke in relevante Zukunftstrends der Gesundheitswirtschaft sowie Innovationen in Medizin und Gesundheitswesen; darüber hinaus präsentieren führende Unternehmen ihre Neuheiten im Ausstellungsforum. Der Kongress gibt Entscheidern aus Politik und Wirtschaft damit wichtige Impulse für strategische Entscheidungen.

Der Hauptstadtkongress bietet im neuen, multifunktionalen Kongresszentrum CityCube erstklassige Möglichkeiten für Aussteller, die mit ihren zahlreichen Beratungs- und Informationsständen einen wichtigen Mehrwert für die Kongressbesucher bringen.

Der Hauptstadtkongress bündelt unter seinem Dach vier spannende Fachveranstaltungen: Das Hauptstadtforum Gesundheitspolitik, den Managementkongress Krankenhaus, Klinik, Rehabilitation, den Deutschen Pflegekongress und das Deutsche Ärzteforum und ermöglicht daher als einzige Veranstaltung in Deutschland den direkten und unmittelbaren Dialog und Informationsaustausch zwischen allen relevanten Kompetenz- und Entscheidungsträgern im Gesundheitswesen.

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  • 14.11.2018 - KKR: Modernisierung vor Regulierung – Mut zum unternehmerischen Management

    Im Gesundheitswesen wächst der Staatseinfluss. Zu viele Vorschriften und Regulierungen durch Politik und Gesetzgebung und zu wenig Freiräume für unternehmerisches Handeln, so wird vielerorts geklagt. Die Vergabe von Arztterminen und die Öffnungszeiten von Kassenarztpraxen sind mittlerweile ebenso Gegenstand staatlicher Regulierung wie die Abrechnung von Krankenhausleistungen nach DRGs.

    Was ist besser für ein effizientes Gesundheitswesen: Mehr Staat oder mehr Unternehmertum? Mehr feste Regeln oder mehr unternehmerische Freiheit? Mehr vom Staat umverteiltes Geld oder mehr Wettbewerb? Und wie entstehen medizinische Innovationen - durch Subventionen von Leuchtturmprojekten oder unternehmerische Innovationskraft?

    Die elektronische Patientenakte, die es in mehr als einem Jahrzehnt staatlicher Regulierungsbemühungen bisher nicht weiter gebracht hat als zu einer Plastikkarte mit Lichtbild, wird plötzlich von Krankenkassen und privaten Krankenversicherern fast zeitgleich in verschiedenen Projekten auf den Markt gebracht – aufgrund unternehmerischer Initiative. Ein anderes Beispiel: Mehr als zwei Drittel der 500 größten Kliniken sind laut einer aktuellen Studie bereits Partnerschaften mit Medizintechnikunternehmen eingegangen, um trotz Unterfinanzierung durch die Bundesländer und knapper Investitionsmittel hochwertige Versorgung zu sichern.

    Der Managementkongress Krankenhaus Klinik Rehabilitation (KKR), der im Rahmen des Hauptstadtkongresses Medizin und Gesundheit im Mai in Berlin stattfindet, hat sich in diesem Jahr das Motto gegeben: „Modernisierung vor Regulierung - Mut zum unternehmerischen Management“. Ein Schwerpunkt des Kongresses werden richtungsweisende Modernisierungsstrategien sein – mit Themen wie: „Regulierung statt Modernisierung: Gesundheitswirtschaft im Rückwärtsgang?“, „Profit oder Wirtschaftlichkeit? Ärzte und Pflegekräfte kontra Ökonomie“, „Crowd Founding, Private Equity und noch viel mehr: Finanzierung auf dem richtigen Weg?“ oder „Verwalter oder Gestalter? Unternehmerische Manager brauchen Mut“.

    Wie immer greift der KKR aber Themen aus der gesamten Bandbreite von Klinik und Reha auf: So geht es etwa um Digitalisierung, um die Optimierung von Prozessen in Einkauf und Logistik, um Prozesspartnerschaften, Bauplanung im Klinikbereich, Prävention im digitalen Zeitalter und um innovatives Personalmanagement. Wichtiges Ereignis im Rahmen des KKR ist zudem die Präsentation des Krankenhaus Rating Reports 2019, der jährlich vom RWI vorgenommenen Auswertung der Jahresabschlüsse deutscher Krankenhäuser.

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Politik, Verbänden, Gesundheitswirtschaft und -management, Versicherungen, Wissenschaft, Medizin und Pflege die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Im Mai 2019 wird es wieder drei Tage lang im Berliner CityCube in rund 150 Einzelveranstaltungen mit über 600 Referenten um alle Facetten des Gesundheitswesens gehen.

  • 23.10.2018 - Deutscher Pflegekongress: Breites Themenspektrum für die gesamte Pflege

    Auch wenn man bis heute vom „Autoland Deutschland“ spricht: Seit gut 20 Jahren ist Deutschland zunächst einmal „Pflegeland“. Denn bereits seit den 1990er Jahren arbeiten mehr Beschäftigte in der Pflege als in der Autoindustrie. Und die demografische Entwicklung beschleunigt dies: Mittlerweile sind es ein Drittel mehr. Da ist es kein Wunder, dass das Themenspektrum beim Deutschen Pflegekongress 2019 so breit ausfällt. Es geht um: Aus-, Fort- und Weiterbildung, um Qualitätssicherung, Patientensicherheit, um die Aufgaben des Topmanagements, um Karriere und um das Management der pflegerischen Tätigkeiten vor Ort.

    Natürlich ist ein herausragender Themenblock die Pflegepolitik, denn mittlerweile ist Pflege ein Schwerpunkt der Gesundheitspolitik der Bundesregierung. Der Deutsche Pflegekongress wirft beispielsweise folgende Fragen auf: „Giffey, Spahn und Heil: Nur ein ‚Pflege-Schwur‘ statt konkretem Handeln?“, „Was können wir von der Konzertierten Aktion Pflege wirklich erwarten?“ oder „Mehr Pflegekräfte je Patient – aber wer zahlt dafür die Zeche?“. Aber es geht auch um: „Pflegekammern: Mit NRW wird das größte Bundesland bald auch entscheiden“ und „Versorgungsengpässe, Personalmangel, Leistungseinschränkungen – wird die Ambulante Pflege vergessen?“.

    Aber der Deutsche Pflegekongress widmet wie immer auch dem Themenbereich „Personal“ große Aufmerksamkeit – etwa mit den Themen:“ Best-Practice: Mitarbeiterbindung, Moderne Einarbeitungskonzepte, Qualifikationsmix“, „Arbeitnehmerleasing in der Pflege: Abwärtsspirale in Sachen Qualität?“ oder „Tarifverträge, AVR, Allgemeinverbindlichkeit – wie viel Regulierung braucht die Lohnfindung in der Pflege?“.

    Mit einem neuen Format, den „Foren“ für das Pflegemanagement soll der Pflegekongress – statt nur Vorträge zu bieten – interaktiver werden: Teilnehmer sollen mit den Referenten und untereinander diskutieren und praktisch umsetzbares Wissen an ihren Arbeitsplatz mitnehmen, etwa zur Mitarbeiterentlastung oder zu Verhandlungstechniken.

    Der Deutsche Pflegekongress ist Teil des Hauptstadtkongresses. Dadurch bietet er wie kein anderer Kongress die Möglichkeit zum fach- und disziplinübergreifenden Dialog mit allen Partnern im Gesundheitswesen, etwa dem Krankenhausmanagement oder der Ärzteschaft. Wie immer werden drei Kongressveranstaltungen gemeinsam mit dem Deutschen Ärzteforum ausgerichtet – für einen Dialog auf Augenhöhe.

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Politik, Verbänden, Gesundheitswirtschaft und -management, Versicherungen, Wissenschaft, Medizin und Pflege die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Im Mai 2019 wird es wieder drei Tage lang im Berliner CityCube in rund 150 Einzelveranstaltungen mit über 600 Referenten um alle Facetten des Gesundheitswesens gehen.

  • 10.10.2018 - Digitale Revolution im Gesundheitswesen: Die Technik ist nicht das Problem…

    Die digitale Revolution macht Unglaubliches möglich: Diagnostik schaut in Echtzeit zelluläre Prozesse im lebenden Organismus an und entschlüsselt genetische Krankheitsursachen. Therapien werden auf das Genom einzelner Individuen zugeschnitten, tödliche Krankheiten immer häufiger zu chronischen Leiden reduziert. Es kommt zu überwältigenden Verbesserungen und Qualitätssteigerungen in der Gesundheitsversorgung. Jedenfalls theoretisch. Zwar verfügt das deutsche Gesundheitswesen über Wissen und Instrumente für den digitalen Fortschritt, aber bei der Umsetzung hakt es.

    Für die elektronische Patientenakte und zur Vernetzung des Gesundheitswesens hat die US-Regierung 1996 und 2009 zwei große Gesetzeswerke geschaffen. Mit dem zweiten wurden gut 36 Milliarden US-Dollar Fördermittel bereitgestellt. In Deutschland, das in Sachen Digitalisierung den Anschluss an führende Länder verloren hat, steht ein solcher gesamtgesellschaftlicher Kraftakt bislang noch aus. Es fehlen auch gesetzliche Leitplanken. So ist etwa eine Interoperabilität zwischen den verschiedenen Patientenakten nicht sichergestellt. Rahmenbedingungen des Gesetzgebers wäre die Festlegung technischer Standards ebenso wie die Anpassung von Berufsbildern in Medizin und Pflege im Hinblick auf Anforderung durch die digitale Revolution.

    Das Motto beim Hauptstadtkongress 2019 lautet: „Gesundheitspolitik, Gesundheitsversorgung, Gesundheitsberufe in Zeiten der Digitalisierung“. Wir blicken in die Zukunft unseres Gesundheitswesens, beleuchten Chancen und Hemmnisse. Die Themen lauten beispielsweise: „Neue Diagnostik, neue Therapien: Reißt digitale Vernetzung die Sektorengrenzen ein?“, „Präzisionsmedizin: zielgerichtete Behandlungsstrategien durch Big Data“, aber auch „Digitalkonzerne rüsten für die Gesundheit auf: Welche Standards muss der Staat für den digitalen Wandel setzen?“ und „Digitale Gesundheitsakte: Kompatibilität in weiter Ferne?“.

    Wie immer stehen auf der Agenda des Hauptstadtkongresses aber auch alle anderen wichtigen Themen des deutschen Gesundheitswesens. Ein Schwerpunkt bildet beispielsweise „Impulse aus den Bundesländern für Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaftspolitik“.  Themen von Gewicht sind etwa auch: „Pflege außerhalb der Fallpauschalen – Anfang vom Ende der DRGs?“, „Reform des Morbi-RSA“ und „G-BA im Fokus: Neue Personen, neue Aufgaben, neue Prioritäten“

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Politik, Verbänden, Gesundheitswirtschaft und -management, Versicherungen, Wissenschaft, Medizin und Pflege die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Im Mai 2019 wird es wieder drei Tage lang im Berliner CityCube in rund 150 Einzelveranstaltungen mit über 600 Referenten um alle Facetten des Gesundheitswesens gehen.

  • 24.08.2018 - Hauptstadtkongress 2019: Gesundheitspolitik, Gesundheitsversorgung, Gesundheitsberufe in Zeiten des digitalen Wandels

    Bitte notieren Sie sich jetzt schon den Termin: Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit findet im Jahr 2019 bereits im Mai statt – und zwar vom 21. bis 23. Mai, diesmal an den Wochentagen von Dienstag bis Donnerstag.

    Schwerpunktthema sind beim kommenden Hauptstadtkongress die weitreichenden Veränderungen, die der digitale Wandel in Gesundheitspolitik, Gesundheitsversorgung und Gesundheitsberufen auszulösen begonnen hat. Jetzt wird möglich, was früher undenkbar erschien: grundlegende Verbesserungen und Qualitätssteigerungen in der Gesundheitsversorgung, in Medizin und Pflege, in Diagnose und Therapie. Seit die digitale Revolution das Gesundheitswesen erfasst hat und der Fortschritt neue Möglichkeiten schafft, entstehen zunehmend innovative Modelle der Integrierten Versorgung und Systempartnerschaften. Die Überwindung der Sektorengrenzen wird möglich. Neue Berufe und Berufszweige entstehen. Auch die Herausforderungen an die Politik wachsen. Der Kongress blickt in die Zukunft eines digitalisierten Gesundheitswesens.

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Politik, Verbänden, Gesundheitswirtschaft und -management, Versicherungen, Wissenschaft, Medizin und Pflege die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Im Mai 2019 wird es wieder drei Tage lang im Berliner CityCube in rund 150 Einzelveranstaltungen mit über 600 Referenten um alle Facetten des Gesundheitswesens gehen.

  • 08.06.2018 - Hauptstadtkongress zeigt: Digitalisierung ist Chefsache geworden

    Mit einem Teilnehmerrekord endete am Freitag in Berlin der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit. Für drei Tage waren insgesamt 8.400 Entscheider aus dem deutschen Gesundheitswesen zur größten Branchenveranstaltung zusammengekommen, um sich zu  gesundheitspolitischen Fragen auszutauschen. Das Leitthema beim diesjährigen Hauptstadtkongress lautete “Digitalisierung und vernetzte Gesundheit”.


    Bereits der völlig überfüllte Saal bei der Eröffnungsveranstaltung zeigte, dass die digitale Revolution das Gesundheitswesen endgültig erreicht hat. Zu viele Besucher begehrten Einlass zum Kongressauftakt unter dem Titel “Digitalisierung - Visionen für die Gesundheitsversorgung”, Hunderte konnten schließlich nur an den überall im Berliner CityCube verteilten Bildschirmen zuschauen.


    In seiner Eröffnungsrede wies Bundesgesundheitsminister Jens Spahn darauf hin, dass eHealth weltweit auf einem unaufhaltsamen Vormarsch sei. „Die Angebote sind da oder kommen: Amazon, Google, Dr. Ed“, sagte Spahn und fügte hinzu: „Es ist die Frage: Gestalten wir das oder kommt das von außen?“ Spahn hob hervor, dass mittlerweile weniger die technischen Möglichkeiten noch ein Problem seien, sondern vor allem die Regulierung und Finanzierung neuer digitaler Medizin im deutschen Gesundheitswesen. In einer Videobotschaft kritisierte auch SAP-Gründer Hasso Plattner, dass die scharfen gesetzlichen Regelungen in Deutschland „den Einsatz digitaler Innovationen hemmen“.


    Eine der spektakulärsten Präsentationen war die eines Roboterarmes durch Prof. Dr. Sami Haddadin, einen weltweit führenden Robotikspezialisten und Gewinner des Deutschen Zukunftspreises. Haddadin zeigte, wie ein solcher Arm krankengymnastische Übungen zunächst mittels entsprechender Bewegung durch einen Therapeuten beigebracht bekommt und dann mit dem Patienten selbstständig durchführt. Der Roboter ist dabei in der Lage, rücksichtsvoll auf Berührungen von Menschen zu reagieren und gegebenenfalls auch nachzugeben. Haddadin führte auch vor, dass der Roboter dabei sensibel genug reagiert, um eine Gesichtsrasur mit einem elektrischen Rasierapparat ausführen zu können. Ziel von Haddadins Entwicklungsarbeit ist, dass solche Roboter in nächster Zeit zu Preisen angeboten werden können, die eine Nutzung jedermann ermöglichen.


    Während des gesamten Kongresses waren Veranstaltungen zu den Themenbereichen Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Deep Learning und Big Data sehr gut besucht. Dabei ging es beispielsweise um die Frage, ob zur Finanzierung digitaler Versorgungsleistungen neben den Budgets für den stationären und den ambulanten Sektor noch ein eigenes Digitalbudget erforderlich ist, wie Experten fordern. Es war auch Thema, wie die Digitalisierung den Praxisalltag niedergelassener Ärzte verändert und verändern wird. Ebenso waren neue, digitale Recruiting-Methoden zur Gewinnung von Arbeitskräften in den Mangelberufen der Pflege und bei Ärzten Gegenstand einer Session.


    Selbst der Krankenhaus Rating Report 2018, der auf dem Hauptstadtkongress der Öffentlichkeit präsentiert wurde, kam an der Digitalisierung nicht vorbei: Zwar geht es den deutschen Krankenhäuser im Durchschnitt wirtschaftlich deutlich besser als in den Vorjahren. Der Fachkräftemangel wird aber mehr und mehr zu einem Risiko für die Versorgung. “Arbeitssparende technische Innovationen werden immer wichtiger, um Ärzte und Pflegepersonal zu entlasten”, erklärte Prof. Dr. Boris Augurzky das Ergebnis seiner Untersuchung, nach der bei gleichen Rahmenbedingungen wie heute bis 2025 voraussichtlich zusätzlich 80.000 Vollkräfte in den medizinischen Diensten der Krankenhäuser und weitere 80.000 Pflegefachkräfte in der Altenpflege benötigt werden.


    Wie immer widmete sich der Hauptstadtkongress aber auch in diesem Jahr der gesamten Bandbreite gesundheitspolitischer Themen. Vor allem bot er drei Monate nach der langwierigen Regierungsbildung Gelegenheit, neue Ideen zu diskutieren und neue Gesichter in der Gesundheitspolitik kennenzulernen.


    In einer Diskussionsrunde der gesundheitspolitischen Sprecher aller sechs Bundestagsfraktionen verteidigte Sabine Dittmar von der SPD das Sofortprogramm der Bundesregierung für die Pflege, das die Finanzierung von 13.000 zusätzlichen Stellen in der Pflege vorsieht. Sie räumte allerdings vor dem Hintergrund des herrschenden Fachkräftemangels ein: “Mir ist klar, dass eine finanzierte Stelle noch keine besetzte Stelle ist.”


    Der unparteiische Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses zeigte sich angesichts der vom Bundesverfassungsgericht angestoßenen Debatte um die demokratische Legitimation des Gremiums offen dafür, neben Krankenkassen, Ärzten und Krankenhäusern weitere Akteure einzubinden. “Man muss darüber diskutieren, ob die Zusammensetzung des G-BA noch zeitgemäß ist”, so Josef Hecken auf dem Hauptstadtkongress. In einer anderen Veranstaltung wurde die Konstruktion des G-BA und der Gemeinsamen Selbstverwaltung noch grundsätzlicher in Frage gestellt. Prof. Dr. Reinhard Busse von der TU Berlin formulierte seine Kritik so: “Die begrenzte staatliche Kontrolle über das Gesundheitssystem führt dazu, dass der Gesetzgeber die gleichen Akteure mit Lösungen von Problemen beauftragt, welche sie selbst überhaupt erst geschaffen haben.”


    Intensiv diskutiert wurden auch die Pläne der Bundesregierung für ein GKV-Versicherten-Entlastungsgesetz, die ein Abschmelzen der finanziellen Rücklagen bei den Kassen vorsehen. Aus Sicht der Vorstandsvorsitzenden des Verbands der Ersatzkassen ist dies nur möglich, wenn zuvor der morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich reformiert wird. Ulrike Elsner: “Unter den bestehenden Morbi-RSA-Bedingungen würden sich damit die ohnehin schon massiven Wettbewerbsverzerrungen in der GKV weiter verstärken. Denn Fehlstellungen im Morbi-RSA sind der Grund dafür, dass die Finanzreserven der Kassen heute sehr unterschiedlich verteilt sind.” Prof. Dr. Jürgen Wasem vom Wissenschaftlichen Beirat beim Bundesversicherungsamt legte auf dem Hauptstadtkongress dar, dass beim Morbi-RSA - anstatt nur 80 Krankheiten zu berücksichtigen - ein Vollmodell Grundlage sein sollte.


    Auch im Hinblick auf die Zahl der Vorträge war der 21. Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit eine Veranstaltung der Superlative: In mehr als 150 Einzelveranstaltungen traten rund 600 Referentinnen und Referenten auf.


    Der Hauptstadtkongress 2019 findet vom 21. bis 23. Mai 2019 im Berliner CityCube statt.

  • 30.05.2018 - Spitzenforscher und politische Schwergewichte eröffnen den Hauptstadtkongress

    Die Eröffnungsveranstaltung des Hauptstadtkongresses Medizin und Gesundheit am 6. Juni steht im Zeichen des Kongressmottos „Digitalisierung und vernetzte Gesundheit“. Nach einem Grußwort von Dr. Bernd Montag, dem CEO der Siemens Healthineers AG, stellt der Pionier der Digitalisierung, Prof. Dr. h. c. Hasso Plattner, Gründer und jetziger Vorsitzender des Aufsichtsrats des Softwarekonzerns SAP, sein Projekt einer Health Cloud vor, die am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam entwickelt wird. Ziel der Cloud: Sämtliche diagnostischen Daten von Patienten sollen allen behandelnden Ärzten zur Verfügung zu stehen. Und sie soll mittels künstlicher Intelligenz neue medizinische Therapien hervorbringen. Ziel ist es für Hasso Plattner immer, durch gezielten Einsatz digitaler Technik die medizinische Behandlung zu verbessern und damit auch gleichzeitig die Kosten zu senken.

     

    Danach übernimmt der renommierte Spitzenforscher: Prof. Dr. Erwin Böttinger, Direktor des im vergangenen Jahr gegründeten Digital Health Center des Hasso-Plattner-Instituts der Universität Potsdam, die Leitung der Veranstaltung. Böttinger ist einer der weltweit führenden Forscher für Digital Health, Big Data und künstliche Intelligenz. Böttinger befragt den Neurowissenschaftler und Physiologen Dr.  Martin Hirsch, Enkel des Nobelpreisträgers Werner Heisenberg, zu seiner Entwicklung Ada. Ada ist eine App, die als Chat-Bot in Dialog mit dem Nutzer tritt. Sie fungiert dabei als persönliche Gesundheitshelferin: Mit Ada kann der Nutzer eine Vielzahl körperlicher und seelischer Beschwerden abklären. Ada nutzt künstliche Intelligenz und kennt bereits über eintausend Krankheiten mit mehreren Milliarden Symptomkombinationen - von einer einfachen Erkältung bis hin zu seltenen Erkrankungen.

     

    Danach stellen in einer Gesprächsrunde fünf Persönlichkeiten aus dem Gesundheitswesen ihre Visionen für die Gesundheitsversorgung vor, die sich aus den Chancen der Digitalisierung ergeben könnte: Dr. Friedrich von Bohlen, Geschäftsführer des Wagniskapitalgebers dievini Hopp BioTech holding, Prof. Dr. Annette Grüters-Kieslich, Vorstandsvorsitzende und Leitende Ärztliche Direktorin des Universitätsklinikums Heidelberg, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, Dr. Markus Müschenich, MPH, Co-Founder und Managing Partner des Flying Health Incubators und Vorstand des Bundesverbandes Internetmedizin, und Thilo Veil, Geschäftsführender Gesellschafter des Start-ups Töchter & Söhne Gesellschaft für digitale Helfer.

     

    Schließlich wird Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Eröffnung des Kongresses mit einem Vortrag zum Thema „Gesundheit und Pflege - was wir erreichen wollen“ abrunden.

     

    Im Anschluss an die Eröffnungsveranstaltung folgt ein wissenschaftliches Highlight des Deutschen Ärzteforums: der Auftritt des Trägers des Deutschen Zukunftspreises, Prof. Dr. Sami Haddadin. Der Robotik-Spezialist ist ein weltweit führender Kopf bei der Entwicklung von Assistenzrobotern für den Massenmarkt. Sein Ziel: Roboter zu erschwinglichen Preisen, die gleichwohl mit künstlicher Intelligenz und der Fähigkeit Menschen zu verstehen ausgestattet sind. Außerdem müssen sie anders als Industrieroboter sofort äußerst sensibel agieren, wenn sie einem Menschen in die Quere kommen. Das könnte vor allem die Pflege revolutionieren – Haddadin spricht von „Geriatronics“.

     

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 21. Hauptstadtkongress findet vom 6. bis 8. Juni 2018 im CityCube Berlin statt.

     

    Weitere Infos und das Anmeldeformular finden Sie unter: www.hauptstadtkongress.de

     

    Seien Sie dabei! Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

  • 23.05.2018 - GKV: Hat die gemeinsame Selbstverwaltung noch eine Zukunft?

    Kann die gemeinsame Selbstverwaltung der Krankenkassen, Ärzte und Krankenhäuser das geeignete Regulierungsinstrument sein, um die wichtigen Herausforderungen und Probleme eines Gesundheitswesens der Zukunft zu lösen? Oder müssen andere Wege beschritten werden, müssten etwa der Staat oder der Gesetzgeber hier eine aktivere Rolle spielen?

     

    Die Gemeinsame Selbstverwaltung hat eine Reihe von Problemen bislang nicht befriedigend lösen können: etwa die sektorale Spaltung und die Fehlanreize im Krankenhausbereich mit enorm steigenden Fallzahlen. Ansätze zu einer qualitätsorientierten Vergütung, wie die Politik sie fordert, befinden sich bei der Gemeinsamen Selbstverwaltung immer noch im Entwurfsstadium.

     

    Die Bundesregierung traut ihr das offensichtlich auch immer weniger zu. Denn im Koalitionsvertrag ist zum Beispiel vereinbart worden, die Probleme der sektoralen Spaltung nunmehr mit einer aus Politikern zusammengesetzten Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft anzugehen.

     

    Auch aus der Wissenschaft kommt jetzt Kritik. Der Experte für Gesundheitssystemforschung Reinhard Busse von der TU Berlin kritisiert in der Zeitschrift The Lancet: „Die begrenzte staatliche Kontrolle über das Gesundheitssystem führt dazu, dass der Gesetzgeber die gleichen Akteure mit Lösungen von Problemen beauftragt, welche sie selbst überhaupt erst geschaffen haben.“ Busse bestärkt die Bundesregierung darin, deutlich mehr Einfluss zu nehmen: „Wenn die Akteure der Selbstverwaltung zu langsam, zu wenig ehrgeizig oder einfach zu gespalten sind, sollte die Regierung in Zukunft Qualitäts- und Effizienzziele gesetzlich festlegen und wachsam bezüglich deren Um- und Durchsetzung sein.“

     

    Hat die gemeinsame Selbstverwaltung noch eine Zukunft?“ – das diskutieren am 8. Juni auf dem Hauptstadtkongress: Prof. Dr. Reinhard Busse, Lehrstuhl für Management im Gesundheitswesen an der Technischen Universität Berlin, Dr. Rainer Hess, bis 2012 unparteiischer Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses, Prof. Dr. Winfried Kluth, Professor für Öffentliches Recht der Juristischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Franz Knieps, Vorstand des BKK Dachverbandes, und Prof. Dr. h. c. Herbert Rebscher, Geschäftsführer von IGV RESEARCH Institut für Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung.

     

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 21. Hauptstadtkongress findet vom 6. bis 8. Juni 2018 im CityCube Berlin statt.

     

    Weitere Infos und das Anmeldeformular finden Sie unter: www.hauptstadtkongress.de

     

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  • 14.05.2018 - Krankenhaus Rating Report 2018: Bis 2025 fehlen über 100.000 Pflegefachkräfte

    Bis zum Jahr 2025 sind in Deutschland 80.000 zusätzliche Fachkräfte in der Altenpflege und 30.000 zusätzliche Krankenpflegefachkräfte erforderlich, um den Status quo in der Pflege von 2016 zu gewährleisten. Zu diesem Ergebnis kommt der Krankenhaus Rating Report 2018, der am 7. Juni auf dem Hauptstadtkongress der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Der Report des RWI Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung hat in diesem Jahr als besonderen Schwerpunkt analysiert, wie bei Fortschreibung der heute vorherrschenden Angebotsstrukturen die wachsende Zahl an Patienten im nächsten Jahrzehnt weiterhin auf dem heutigen Niveau versorgt werden kann.

     

    Fachkräftemangel, so betonen die Autoren der Untersuchung, werde somit zur größten Herausforderung für die Gesundheitswirtschaft. Deshalb werde effizienter Einsatz der knappen Ressource Personal immer wichtiger, zum Beispiel über arbeitssparende Innovationen und mehr interprofessionelle Zusammenarbeit – anderenfalls drohe eine Rationierung von Leistungen.

     

    Die RWI-Autoren kritisieren aus diesem Grund die von der Bundesregierung geplante Herausnahme der Pflegekosten aus den Fallpauschalen der Krankenhausvergütung. Denn gerade neue akademische Ausbildungsberufe in der Pflege würden dadurch benachteiligt: Es sei unklar, wohin künftig beispielsweise neue Berufsbilder wie der Physician Assistant, ein Arztassistent mit Bachelorabschluss, oder die „Clinical nurse“ gehören würde – oder Robotikassistenz. Einer dringend notwenigen Neujustierung der Aufgabenverteilung zwischen den Gesundheitsberufen drohe damit bereits wieder das Aus.

     

    Über das Schwerpunktthema der Pflegefachkräfte hinaus liefert der Krankenhaus Rating Report im fünfzehnten Jahr wie jedes Mal empirisch abgesicherte Erkenntnisse über die Entwicklung des Krankenhausmarkts. Als Grundlage für den diesjährigen Report dienten rund 500 Jahresabschlüsse von etwa 900 Krankenhäusern.

     

    Unter dem Titel „Krankenhaus Rating Report 2018: Personal – Krankenhäuser zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ diskutieren auf dem Hauptstadtkongress: Prof. Dr. Boris Augurzky, Leiter des Kompetenzbereichs Gesundheit des RWI – Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung, Dr. Sebastian Krolop, MSc, Partner und Industry Lead Life Sciences and Health Care der Deloitte, Dr. Andrea Grebe, MPH, Vorsitzende der Geschäftsführung der Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH, und Stephan Holzinger, Vorstandsvorsitzender der Rhön-Klinikum AG.

     

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 21. Hauptstadtkongress findet vom 6. bis 8. Juni 2018 im CityCube Berlin statt.

     

    Weitere Infos und das Anmeldeformular finden Sie unter: www.hauptstadtkongress.de

     

    Seien Sie dabei! Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

  • 08.05.2018 - Qualitätsbasierte Vergütung im Krankenhaus: Wie die USA es machen

    Statistische Daten belegen, dass es in einigen deutschen Krankenhäusern Qualitätsprobleme gibt. So liegt die Komplikationsrate nach Implantation eines künstlichen Hüftgelenks im Bundesdurchschnitt bei 2 Prozent. Die schlechteste Komplikationsrate deutscher Kliniken liegt jedoch bei 18 Prozent. Und 17,5 Prozent der Patienten, die 2016 mit einem Oberschenkelhalsbruch in eingeliefert wurden, waren nach 48 Stunden noch nicht operiert, obwohl die Leitlinien eine OP binnen 24 Stunden empfehlen, weil es sonst zu schweren Komplikationen, wie Nekrosen des Hüftgelenkkopfs, aber auch häufigeren Todesfällen, kommen kann.

     

    Seit 2016 plant der Gesetzgeber Qualitätszu- und –abschläge in der Krankenhausvergütung. Aber die vom Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen erarbeiteten und im vergangenen Jahr vorgelegten vergütungsrelevanten Qualitätsindikatoren waren umstritten und sollen nun bis zum Herbst 2018 angepasst werden.

     

    Was in Deutschland noch in einer langwierigen Umsetzungsphase steckt, ist in den USA bereits Realität. Das “Hospital Value-Based-Purchasing Program“ (VBP-Programm) behält zwei Prozent der von der staatlichen Krankenversicherung Medicare & Medicaid an Krankenhäuser gezahlten DRG-Vergütungen zunächst ein, um sie später nach der Ermittlung von Qualitätsdaten vollständig auszuschütten – allerdings überproportional viel an qualitativ gut arbeitende Krankenhäuser. Es hat sich gezeigt, dass bereits ein kleiner Prozentsatz solcher qualitätsbasierten Vergütungsanteile große Wirkung hat.

     

    Zusätzlich zum VBP-Programm gibt es in den USA zwei weitere Qualitätsprogramme: Als Qualitätsabschlag verliert ein Krankenhaus bis zu drei Prozent der DRG-Vergütung, wenn die risikoadjustierte Anzahl von Wiederaufnahmen für Herzinfarkt, Pneumonie, Herzversagen, COPD, Knie- und Hüftgelenkersatz sowie koronaren Bypass zu hoch liegt. Ein weiteres Prozent der Vergütung verliert jenes Viertel aller Krankenhäuser, in dem es die meisten Komplikationen, wie etwa Krankenhausinfektionen, gibt.

     

    Wie weit US-amerikanische Ideen auf Deutschland übertragbar sind, diskutieren unter dem Titel „Qualitätsbasierte Vergütung: Wie machen es die USA?“ auf dem Hauptstadtkongress in Berlin: Prof. Dr. Nikolas Matthes, Assistant Professor an der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in Baltimore/USA, Prof. Dr. Thomas Mansky, Leiter des Fachgebiets Strukturentwicklung und Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen der TU Berlin, Prof. Dr. Matthias Schrappe, Lehrbeauftragter für Patientensicherheit und Risikomanagement der Universität zu Köln, und Dr. Christof Veit, Leiter des Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen.

     

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 21. Hauptstadtkongress findet vom 6. bis 8. Juni 2018 im CityCube Berlin statt.

     

    Weitere Infos und das Anmeldeformular finden Sie unter: www.hauptstadtkongress.de

     

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  • 03.05.2018 - Digitales Recruiting: Fachkräfte über Apps und Soziale Netzwerke gewinnen

    Arbeitssuche verändert sich im digitalen Zeitalter zusehends, gerade bei jungen Menschen: Apps zeigen ihnen passgenaue Jobangebote auf dem Smartphone an – und mit einem Klick können sie sich bewerben. Statt ein traditionelles Motivationsschreiben zu verfassen, beantwortet man heutzutage einfach drei Fragen mit kurzen per Handy aufgenommenen Selfie-Videos.

     

    Damit sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer, ähnlich wie bei einer Flirt-App, per Klick finden oder „matchen“ können, müssen beide allerdings ein entsprechendes Profil einrichten. Für Bewerber kein Problem: Job-Apps, wie etwa Talentcube oder SelfieJobs, importieren die notwendigen Daten von bereits vorhandenen Profilen des Nutzers, beispielsweiseauf Xing oder LinkedIn.

     

    „Gerade für Unternehmen der Gesundheitswirtschaft, in denen Fachkräftemangel ein zunehmendes Problem darstellt, wird es immer wichtiger, die digitalen Möglichkeiten des modernen Recruitings umfassend zu nutzen“, sagt Prof. Dr. Anja Lüthy, Expertin für Personalmanagement der Technischen Hochschule Brandenburg. Dazu gehört die Einrichtung von Unternehmensprofilen auf Bewerbungsplattformen, die mit Smartphone-Apps arbeiten, ebenso wie positive Bewertungen des Arbeitsplatzes durch Mitarbeiter bei Arbeitgeberbewertungsportalen, wie Kununu oder Glassdoor. Denn junge Bewerber, die mit sozialen Netzwerken aufgewachsen sind, recherchieren im Verlauf ihres Bewerbungsverfahrens fast immer online zur Unternehmens- und Arbeitsplatzkultur des potenziellen Arbeitgebers.

     

    Außerdem gibt es einen zusätzlichen Trend: Die Jungen suchen nicht mehr nur gerne selbst, sie wollen am liebsten von ihren zukünftigen Arbeitgebern gefunden werden. Über Karriereportale wie Xing oder LinkedIn wollen Sie direkt angesprochen werden.

     

    Unter dem Titel „Digitales Personalrecruiting und Employer Branding: Unsere Zukunft mit Social Media und Smartphone“ werden die neusten Trends und erste Erfahrungswerte digitaler Personalgewinnung präsentiert und darüber gesprochen, wie sie funktionieren: Prof. Dr. Anja Lüthy gibt eine Einführung ins Thema, SebastianHust, Gründer von Talentcube, stellt die von seinem Unternehmen entwickelte Video-Bewerbung per Smartphone App vor. ChristianMaier, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Herzzentrums Berlin, referiert über Video-Content im Employer-Branding. Und ClausHager, Leiter PR & Marketing sowie Pressesprecher des Ordensklinikums Linz/Österreich, stellt das Digitale Employer Branding seines Hauses vor. Joachim Prölß, Personalvorstand des Hamburger UKE wird gemeinsam mit Prof. Dr. Anja Lüthy die Sitzung moderieren.

     

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 21. Hauptstadtkongress findet vom 6. bis 8. Juni 2018 im CityCube Berlin statt.

     

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  • 26.04.2018 - Verkehrte Welt: Streit um gute Noten beim Pflege-TÜV

    Der Streit erscheint paradox: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will den sogenannten Pflege-TÜV aussetzen – die jährlichen Prüfungen von 24.000 deutschen Pflegeeinrichtungen durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK). Die Überprüften hingegen kämpfen dafür, weiterhin geprüft zu werden.

     

    Als Ulla Schmidt, die Gesundheitsministerin der ersten Großen Koalition, im Jahr 2008 im Bundestag ankündigte, dass die Menschen sich künftig online darüber informieren könnten, „wo gute und sehr gute Heime und ambulante Dienste zu finden sind und wo es weniger gute Heime und ambulante Dienste gibt“, erhielt sie noch den Applaus des christdemokratischen Koalitionspartners.

     

    Seit der MDK im Sommer 2009 Pflegeheime und ambulante Pflegedienste zu überprüfen begann und an Schulnoten angelehnte Pflegenoten vergab, die fast immer zwischen 1,2 und 1,8 liegen, begann die Begeisterung vor allem in der CDU zu bröckeln. Spahn kritisierte schon vor Jahren, noch als gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Bundestagsfraktion, einen hohen bürokratischen Aufwand und „äußerst geringen Nutzen für die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen“. Es sei sogar ein Heim, das die Note eins bekommen hatte, später wegen erheblicher Mängel geschlossen worden, so Spahn damals. Deshalb will er den Pflege-TÜV so lange aussetzen, bis geeignetere Prüfmethoden entwickelt worden sind.

     

    Die Verbände der Pflegeeinrichtungen, wie der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste, kritisieren die einseitige Sicht auf die Pflegenoten, die eine Kernforderung der Pflegekassen gewesen seien. Denn tatsächlich werden bei den Prüfungen in der stationären Pflege 59 Einzelkriterien ermittelt, die auch Teil der für jede Pflegeeinrichtung online veröffentlichten Berichte seien. Darin werden beispielsweise Fragen untersucht, wie: Werden erforderliche Dekubitusprophylaxen durchgeführt? Sind Kompressionsstrümpfe/-verbände sachgerecht angelegt? Gibt es ein bedarfsgerechtes Speisenangebot für Bewohner mit Demenz? Wenn pflegebedürftige Menschen oder deren Angehörige nicht nur die erste Seite eines Berichts mit den Schulnoten ansehen, sondern alle vorhandenen Informationen auswerten würden, wäre das durchaus informativ, so Verbandschef Bernd Tews.

     

    Im Bemühen um bessere Prüfkriterien haben sich in Hannover acht Altenpflegeeinrichtungen sogar – parallel zu den MDK-Prüfungen – in einem neuen Verfahren durch das Institut für Pflegewissenschaft der Universität Bielefeld prüfen lassen – in der Hoffnung, dem Gesetzgeber Alternativen zu bieten. Doch bislang hat dies den Minister nicht überzeugen können.

     

    Unter dem Titel „Zum aktuellen Stand der Pflegenoten: Meckern ist einfacher, als gutes Neues zu schaffen!“ diskutieren das Thema auf dem Hauptstadtkongress: Annette Scholz, Leiterin der Geschäftsstelle Qualitätsausschuss Pflege, Dr. Klaus Wingenfeld, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Instituts für Pflegewissenschaft der Universität Bielefeld, Oliver Blatt, Leiter der Abteilung Gesundheit des Verbandes der Ersatzkassen, und - als Moderator - Bernd Tews, Geschäftsführer des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste.

     

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 21. Hauptstadtkongress findet vom 6. bis 8. Juni 2018 im CityCube Berlin statt.

     

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  • 19.04.2018 - Gesundheitsminister Spahn eröffnet Hauptstadtkongress – drei Tage mit vielen weiteren VIPs

    Die Zusage dürfte dem neuen Bundesgesundheitsminister nicht schwer gefallen sein: Jens Spahn eröffnet am 6. Juni in Berlin den Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit, der in diesem Jahr unter dem Motto steht: „Digitalisierung und vernetzte Gesundheit“. Erst vor zwei Jahren hat Spahn ein Buch publiziert mit dem Titel „Bessere Gesundheit durch digitale Medizin“. Der Kongress befasst sich also mit einem Lieblingsthema von Jens Spahn.

     

    In der Eröffnungsveranstaltung, in der es um Visionäres für die Gesundheitsversorgung durch die Digitalisierung der Medizin gehen wird, referiert auch der prominente Spitzenforscher: Prof. Dr. Erwin Böttinger, Direktor des im vergangenen Jahr gegründeten Digital Health Center des Hasso-Plattner-Instituts der Universität Potsdam. Böttinger ist einer der weltweit führenden Forscher für personalisierte Medizin, einem zukunftsweisenden Feld, das vor allem auf Big Data, künstlicher Intelligenz und Pharmakogenomik basiert.

     

    In der anschließenden Session diskutieren die neuen gesundheitspolitischen Sprecher aller Bundestagsfraktionen über „Gesundheitspolitik nach der Bundestagswahl“. Mit dabei: Christine Aschenberg-Dugnus (FDP), Sabine Dittmar (SPD), Prof. Dr. Axel Gehrke (AfD), Maria Klein-Schmeink (B90/Grüne), Karin Maag (CDU), Harald Weinberg (Linke).

     

    An den drei Tagen des 21. Hauptstadtkongresses werden viele weitere Spitzenpolitiker auf den Podien vertreten sein: In einer Veranstaltung diskutieren vier Gesundheitsminister aus den Bundesländern über die Zukunft der Gesundheit, nämlich Dr. Heiner Garg (FDP) aus Schleswig-Holstein, Stefan Grüttner (CDU) aus Hessen, Karl-Josef Laumann (CDU) aus Nordrhein-Westfalen und die Hamburger Senatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD). Das Thema „Gesundheitswirtschaftspolitik“ erörtern vier Wirtschaftsminister aus den Ländern: die Berliner Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne), Anke Rehlinger (SPD) aus dem Saarland, Dr. Volker Wissing (FDP) aus Rheinland-Pfalz und Harry Glawe (CDU) aus Mecklenburg-Vorpommern.

     

    Die Ärzteschaft wird durch Führungspersönlichkeiten zahlreicher Organisationen repräsentiert, zum Beispiel durch: Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Rudolf Henke, Erster Vorsitzender des Marburger Bundes, und Dr. Klaus Reinhardt, Vorsitzender des Hartmannbundes.

     

    Aus dem Bereich der Krankenkassen treten auf dem Hauptstadtkongress auf: Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen, Franz Knieps, Vorstand des BKK Dachverbandes, Tom Ackermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Nordwest, Dr. Mani Rafii, Mitglied des Vorstands der Barmer, und Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit.

     

    Von den Vorständen großer Krankenhäuser und Krankenhausträger sind beim Hauptstadtkongress als Referenten dabei: Dr. Andrea Grebe, Vorsitzende der Geschäftsführung der Vivantes-Kliniken Berlin, Prof. Dr. Annette Grüters-Kieslich, Vorstandsvorsitzende des Universitätsklinikums Heidelberg, Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Wolfgang Holzgreve, Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Bonn, Stephan Holzinger, Vorstandsvorsitzender der Rhön-Klinikum AG, PD Dr. Thomas Klöss, Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Halle, Thomas Lemke, Vorstandsvorsitzender der Sana Kliniken AG, Andreas Schlüter, Hauptgeschäftsführer der Knappschaft Kliniken, Prof. Dr. Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Dr. Andreas Tecklenburg, Vorstandsmitglied des Verbandes der Universitätsklinika Deutschlands, Dr. Ulrich Wandschneider, Aufsichtsratsvorsitzender der Asklepios Kliniken, Prof. Dr. Jochen Werner, Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Essen, und Prof. Wang Wei, Ärztlicher Direktor des Tongji Medical College in Wuhan/China.

     

    Aus der Pflege treten auf dem Kongress auf: Peter Bechtel, Vorsitzender des Bundesverbandes Pflegemanagement und Pflegedirektor am Universitäts-Herzzentrum Freiburg, Vera Lux, Pflegedirektorin und Vorstandsmitglied des Universitätsklinikums Köln, Dr. Markus Mai, Präsident der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz, Irene Maier, Stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätskliniken und Medizinischen Hochschulen Deutschlands, und Thomas Meißner, Vorstand des AnbieterVerbandes qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen und Delegierter im Deutschen Pflegerat.

     

    Und weitere wichtige Institutionen des deutschen Gesundheitswesens werden vertreten durch: Prof. Josef Hecken, Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses, Dr. Christof Veit, Leiter des Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen, Frank Plate, Präsident des Bundesversicherungsamts, Dr. Heidrun M. Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Bettina am Orde, Erste Direktorin der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See, und Dr. Peter Pick, Geschäftsführer des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen.

     

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  • 12.04.2018 - Patientensicherheit: Bessere Fehlerkultur rettet Menschenleben

    Es sind Zahlen, die aufhorchen lassen: 170.000 Behandlungsfehler gebe es pro Jahr in deutschen Krankenhäusern, hat der Sachverständigenrat Gesundheit im Jahr 2007 – nach eigener Beurteilung konservativ – geschätzt. Darunter seien auch 17.000 vermeidbare Todesfälle. In einem anderen Kontext hat die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene von 15.000 Todesfällen durch Krankenhausinfektionen gesprochen. Und die Anzahl vermeidbarer Todesfälle durch falsche Medikation haben Experten für ganz Deutschland auf knapp 30.000 pro Jahr hochgerechnet.

     

    Während die Publikation solcher Zahlen in den Medien regelmäßig zu öffentlichen Schuldzuweisungen führt, haben Experten für Patientensicherheit in den letzten Jahren Strategien entwickelt, die genau das zu vermeiden beabsichtigen: Die Verringerung von Fehlern lässt sich viel erfolgreicher durch eine verbesserte Fehlerkultur erreichen, bei der nicht die Suche nach Schuldigen dominiert, sondern eine möglichst offene Kommunikation über Fehler, die einer Wiederholung vorbeugt.

     

    Nach Expertenschätzungen beruhen bis zu 80 Prozent aller Fehler und unerwünschten Ereignisse bei der Behandlung von Patienten auf mangelhafter Kommunikation zwischen den Beteiligten. Erst vor zehn Jahren hat die WHO deshalb eine Checkliste für Operationen entwickelt, nach welcher der Narkosearzt einen Patienten noch einmal bezüglich der geplanten OP fragt und der operierende Chirurg sich dem OP-Team namentlich vorstellt – um Operationen falscher Körperteile, eventuell auch durch die Verwechslung des Operationssaals, auszuschließen.

     

    Insgesamt dürfte ein offener Umgang mit Fehlern die beste Strategie sein, um die Patientensicherheit in Konfliktsituationen zu verbessern, sei es bei freiheitsentziehenden Maßnahmen durch Fixierung bzw. Ruhigstellung oder gar Gewalt gegenüber Patienten.

     

    Das Thema „Patient safety first - mit intelligenten Strategien zum Behandlungserfolg“ diskutieren auf dem Hauptstadtkongress in Berlin: Hedwig François-Kettner, Vorsitzende des Aktionsbündnisses Patientensicherheit und wissenschaftliche Leiterin des Deutschen Pflegekongresses, Prof. Dr. Iris F. Chaberny, Direktorin des Instituts für Hygiene/Krankenhaushygiene des Universitätsklinikums Leipzig, Prof. Dr. Alexander Redlich, Prof. i. R. für Pädagogische Psychologie im Fachbereich Psychologie der Universität Hamburg, Dr. Michael Sasse, Leitender Oberarzt des Schwerpunkts Pädiatrische Intensivmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover und Leiter des pädiatrischen Intensivnetzwerks Norddeutschland, und Keith Jones, Clinical Director for Surgery und Vorsitzender der Gruppe für Leistung und Produktivität des Derby Teaching Hospital NHS Foundation Trust/UK.

     

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  • 06.04.2018 - Value Based Healthcare: Beim Patientennutzen ist noch viel Luft nach oben

    Immer wieder belegen Studien, dass hohe Gesundheitsausgaben eines Landes nicht automatisch zu einer entsprechend gesunden Bevölkerung führen. Erst im März veröffentlichten Wissenschaftler der Harvard-Universität eine Untersuchung der Gesundheitssysteme der elf OECD-Länder mit dem höchsten Pro-Kopf-Einkommen! Obwohl Deutschland bei den Kosten auf dem vierten Platz liegt, erreicht es bei der Lebenserwartung nur den vorletzten Rang.

     

    Bereits im Jahr 2006 haben sich US-amerikanische Wissenschaftler um Michael Porter mit diesem Phänomen auseinander gesetzt und ein Konzept entwickelt, das sie value-based healthcare nannten. Ihre Kritik lautete, dass in den meisten Gesundheitssystemen vor allem versucht wird, Kosten zu minimieren, anstatt den Nutzen für Patienten zu maximieren. Sie schlugen daher vor, dass Gesundheitssysteme sich am Nutzen der erzielten Behandlungsergebnisse je Patient im Verhältnis zu den dabei entstehenden Kosten orientieren müssten. Dies ließe sich durch value-based competition, einen Wettbewerb um die besten Resultate, erreichen.

     

    Eine britische Studie untersuchte 2016, wie gut die Voraussetzungen in 25 ausgewählten Ländern sind, dem Idealbild von value-based healthcare nahe zu kommen. Augenmerk legten die Autoren dabei auf die Ausrichtung der Gesundheitspolitik im Hinblick auf Patientennutzen, auf die Umsetzung von nutzenorientierten Bewertungsverfahren, auf die Existenz von Integrierter Versorgung und auf ein an Integrierter Versorgung ausgerichtetes Vergütungssystem mit möglichst geringen Fehlanreizen. Schweden und Großbritannien schnitten in der Untersuchung am besten ab.

     

    Die Studie würdigt zwar die Bemühungen, in Deutschland zu qualitätsorientierter Vergütung und Qualitätsverträgen zu kommen, zugleich werden aber grundsätzliche Probleme benannt: Medizinische Register zu Erkrankungen und Therapien seien oft nicht verlinkt. Krankenversicherungen hätten darauf – wegen des strengen deutschen Datenschutzrechts – keinen Zugriff. Die sektorale Trennung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung machten es zudem schwer, übergreifende Behandlungspfade zu etablieren. Die Umsetzung von Integrierter und patientenorientierter Versorgung im deutschen Gesundheitssystem gilt deshalb als „niedrig“.

     

    Was muss Deutschland anders machen? Das diskutieren unter dem Titel „Value Based Healthcare – der nächste Schritt in der Gesundheitsversorgung“ auf dem Hauptstadtkongress: Prof. Dr. Babette Simon, Geschäftsführerin der Medtronic GmbH, Dr. Günther Jonitz, Präsident der Ärztekammer Berlin und Vorstandsmitglied der Bundesärztekammer, Dr. Mani Rafii, Vorstandsmitglied der Barmer, und Prof. Dr. Hartwig Huland, Ärztlicher Leiter und Chefarzt der Martini-Klinik am UKE Hamburg.

     

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 21. Hauptstadtkongress findet vom 6. bis 8. Juni 2018 im CityCube Berlin statt.

     

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  • 27.03.2018 - Online-Chat statt Arztbesuch? Telemedizin ante portas

    Der Patient beschreibt Dr. Ed die Symptome, indem er ein Online-Formular ausfüllt. Dr. Ed meldet sich kurz darauf - ebenfalls digital - mit einer E-Mail, die den Patienten auf die Website zurückholt. Bei manchen Patienten rät der virtuelle Doktor dann zu einem persönlichen Besuch beim Arzt, bei manchen stellt er eine Diagnose und verschreibt gegebenenfalls auch ein Medikament.

     

    In Deutschland ist eine derartige telemedizinische Fernbehandlung als Erstbehandlung derzeit noch verboten. Trotzdem haben sich mehr als 400.000 Deutsche schon online in die Sprechstunde von Dr. Ed begeben. Denn der von einem deutschen Juristen gegründete Onlinedienst mit deutschen Ärzten sitzt in London und profitiert vom liberaleren Recht in England. Die deutsche Kundschaft rekrutiert sich zu einem großen Teil aus Patienten, die einen persönlichen Arztkontakt scheuen: So leiden z.B. 40 Prozent der Ratsuchenden an erektiler Dysfunktion, viele Frauen möchten ein Folgerezept für die Pille. So etwas fällt leichter, wenn es per Webformular geht.

     

    Ärzteverbände kritisieren das Unternehmen, denn es verstoße in jedem einzelnen Fall gegen das in Deutschland in der ärztlichen Berufeordnung festgeschriebene Fernbehandlungsverbot. Doch genau dieses Verbot soll nun möglicherweise fallen: Der Deutsche Ärztetag hat im Mai letzten Jahres eine Überprüfung beschlossen – weil sich anders als unter Einbeziehung von Telemedizin eine flächendeckende Versorgung vor allem in ländlichen Regionen kaum noch sicherstellen lässt.

     

    Wenn das Fernbehandlungsverbot fällt, wie viele Unternehmen wie Dr. Ed werden dann entstehen? Und wo werden sie ihren Sitz haben? Und was bedeutet das für die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in Deutschland?

     

    Unter dem Titel „iDoc: Löst der Computer den Arzt ab?“ diskutieren das auf dem Hauptstadtkongress in Berlin: MUDr./CS Peter Noack, Vorsitzender des Vorstandes der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg, Dr. Jens Härtel, Geschäftsführer der Arvato CRM Healthcare GmbH, Dr. Thomas Kriedel, Mitglied des Vorstandes der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, David Meinertz, Gründer und Geschäftsführer von DrEd.com, und Dr. Johannes Schenkel, MPH, Ärztlicher Leiter der UPD Patientenberatung Deutschland gGmbH.

     

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 21. Hauptstadtkongress findet vom 6. bis 8. Juni 2018 im CityCube Berlin statt.

     

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  • 26.03.2018 - Digitale Medizin: Wenn der Computer zum Konkurrenten wird

    Von der Digitalisierung in der Medizin werden vor allem Patienten mit chronischen Erkrankungen profitieren - etwa, wenn ihnen digitale Begleiter rund um die Uhr mit qualitätsgesicherten Empfehlungen zur Seite stehen. Für Diabetiker gibt es bereits heute digitale Diabetes-Managementsysteme. Ähnliche digitale Entwicklungen für Patienten mit Depressionen, für die Begleitung von Schwangeren oder von Krebspatienten stehen zur Verfügung.

     

    Dem Facharzt mit vielleicht 3.000 Patienten pro Quartal steht plötzlich ein Expertensystem gegenüber - gespeist mit den Informationen von einer Million Patienten, ausgewertet durch neuronale Netzwerke und künstliche Intelligenz. So wie ein erfahrener Mediziner, kann das System jeden neuen Patienten-Nutzer individuell beraten, wenn es um die optimale Einstellung des Blutzuckers geht. Und das nicht nur zu den üblichen Praxis-Öffnungszeiten, sondern zu jeder beliebigen Tages- und Nachtzeit.

     

    Dies stellt vor allem althergebrachte Finanzierungsschemata in Frage: Denn plötzlich gibt es eine neue Kategorie von Leistungserbringern. Diese sind digital, permanent verfügbar und deutlich preiswerter als ihre menschlichen Kollegen. „Die Ärzteschaft wird in den nächsten Jahren die Erfahrung machen, dass es einen neuen Wettbewerb gibt“, so konstatiert Markus Müschenich vom Bundesverband Internetmedizin. Dieser werde sich in den Kategorien Qualität, Preis und Verfügbarkeit abspielen. Als Folge sei zu erwarten, dass Budgets bereinigt und neue Digitalbudgets geschaffen werden müssen, so Müschenich.

     

    Die Krankenkassen haben derzeit einige Pilotprojekte initiert, bei denen Apps bezahlt werden. Bevor eine flächendeckende Kostenerstattung möglich wird, muss aber eine wichtige Frage geklärt werden: Wer ist eigentlich der Leistungserbringer der digitalen Leistung? Nimmt man das Geld dem stationären Sektor weg oder dem ambulanten? Oder wie sonst sollte der digitale Sektor finanziert werden?

     

    Unter dem Titel "Digital vor ambulant vor stationär: Vom Kampf um Digital-Budgets und wer gewinnen wird" diskutieren das spannende Thema: Dr. Markus Müschenich, Co-Founder und Managing Partner des Flying Health Incubators, Thomas Lemke, Vorstandsvorsitzender der Sana Kliniken AG, Dr. Mani Rafii, Vorstandsmitglied der Barmer, Birgit Fischer, Hauptgeschäftsführerin des Verbands forschender Arzneimittelhersteller, und Hans Raffauf, Co-Founder vom App-Entwickler Clue.

     

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 21. Hauptstadtkongress findet vom 6. bis 8. Juni 2018 im CityCube Berlin statt.

     

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  • 07.03.2018 - Pflegequalität trotz Personalmangel – wie geht das?

    Fachkraftquoten und Personaluntergrenzen im Fokus des Deutschen Pflegekongresses 2018

    Anhaltende Klagen wegen ständiger Überlastungen prägen das Bild der Pflege von heute. Sowohl im Klinikbereich als auch in der Altenpflege gibt es schon länger die Sorge, dass die Aufrechterhaltung einer guten pflegerischen Versorgungsqualität nicht mehr gewährleistet werden kann, solange der Fachkräftemangel anhält.  

     

    Für die stationäre Altenpflege gilt die Fachkraftquote, nach der jeder zweite Mitarbeiter über eine dreijährige Pflegeausbildung verfügen muss. Da die Zahl der Pflegebedürftigen steigt, qualifizierten Kräfte jedoch rar sind, plädieren Heimbetreiber mit Nachdruck für eine Lockerung dieser Vorgaben, mit dem Ziel, dass Heime die vorgeschriebene Quote - zumindest kurzzeitig - unterschreiten dürfen.

     

    Für den Bereich der Krankenhäuser gelten ab dem 1.1.2019 Personaluntergrenzen für besonders pflegeintensive Bereiche, Intensivstationen und den Nachtdienst. Die Selbstverwaltung von Krankenhäusern und Krankenkassen sind gesetzlich verpflichtet worden, bis zum 30. Juni 2018 Personaluntergrenzen für die entsprechenden Bereichen zu schließen. Einigen sich die Selbstverwaltungspartner nicht, wird das Bundesgesundheitsministerium die Personaluntergrenze festlegen.

     

    Fachkraftquote und Personaluntergrenzen sind in der Fachwelt umstritten und werden auch beim Deutschen Pflegekongress 2018 kontrovers diskutiert: Welche Folgen etwa eine Absenkung der Fachkraftquote für die Pflegebedürftigen haben würde, wird am 6. Juni 2018, dem ersten Kongresstag, in der Veranstaltung Experten streiten, Politiker entscheiden: Fachkraftquoten – Pro und Kontra mit Wissenschaftlern, Heimbetreibern und der Politik intensiv debattiert. Wie sich die Personaluntergrenzen in Kliniken auswirken, und ob das Minimum der Personalbesetzung am Ende gar das Maximum bedeuten kann, wird in der Session Eine politische Entscheidung mit Folgen: Personaluntergrenzen in Krankenhäusern – das Pflegemanagement ist gefragt! mit Vertretern der Krankenhäuser, der GKV und des Pflegemanagements am Freitag, den 8. Juni 2018, ausführlich diskutiert.

    Seien Sie dabei und beteiligen Sie sich!  Anmeldung unter: http://www.hauptstadtkongress.de/teilnahme/

  • 09.02.2018 - Battle of Arguments: Debattierwettbewerb zu Therapiefreiheit und Work-Life-Balance

    Zwei interessante Fragestellungen, über die sich trefflich streiten lässt, stehen beim Managementkongress Krankenhaus Klinik Rehabilitation im Fokus: Work-Life-Balance und Therapiefreiheit

     

    Die erste Fragestellung lautet: Leben wir, um zu arbeiten? Oder arbeiten wir, um zu leben? Work-Life-Balance ist jüngeren Mitarbeitern auch im Gesundheitswesen immer wichtiger. Was wollen die Mitarbeiter aus den Generationen Y und Z?

     

    Die zweite lautet: Wie weit soll Therapiefreiheit gehen? Sollen Patienten ein gänzlich unbeschränktes Recht auf freie Entscheidung haben, selbst wenn sie sich irren? Oder soll der Staat möglichst viele Regularien vorgeben, damit der Patient sich nicht selber schadet?

     

    Zwei Themen, die der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit deshalb zum Anlass nimmt, um ein neues Veranstaltungsformat einzuführen: die „Battle of Arguments“.

     

    Zwei einander gegenüber sitzende Dreiergruppen tragen vor dem Publikum einen Debattierwettkampf mit knapp definierten Redezeiten aus und am Ende bewertet das Publikum die Teams und kürt den Sieger. Diese sogenannte „Englische Debatte“ ist eine von diversen Disziplinen rhetorischer Wettbewerbe, die aus dem englisch-amerikanischen Raum stammen, und die auch in Deutschland immer populärer werden: Mittlerweile haben sich hierzulande bereits mehr als 100 Debattierclubs gegründet.

     

    Auf dem Hauptstadtkongress treten in dem neuartigen Format renommierte Persönlichkeiten des Gesundheitswesens auf, unter anderem: der Vorstandsvorsitzende des Klinikums Nürnberg, Prof. Dr. Achim Jockwig, der Digital Health Experte der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst& Young, Konrad Fenderich, der Präventologe und ehemalige Berliner Ärztekammerpräsident Dr. Ellis Huber, sowie der kaufmännische Direktor des Städtischen Klinikum Dresden, Jürgen Richter. Moderiert wird die Battle of Arguments vom Gesundheitsökonom Prof. Dr. David Matusiewicz.

     

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 21. Hauptstadtkongress findet vom 6. bis 8. Juni 2018 im CityCube Berlin statt.

     

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  • 09.01.2018 - Deutsches Ärzteforum: Tiefgreifende Veränderungen in der Medizin und bei den Heilberufen

    Die Digitalisierung der Medizin wird die Heilberufe tiefgreifend verändern: Dank Big-Data-Analytik werden Diagnostik, Therapie und die Entwicklung personalisierter Medikamente ungeahnte Behandlungsoptionen ermöglichen. Es geht aber nicht nur um mächtige Algorithmen, künstliche Intelligenz, Big Data und Präzisionsmedizin, sondern – neben solchen Ausblicken in die medizinische Zukunft – auch um die Digitalisierung im Praxisalltag, etwa um die Frage, wie Ärzte und Patienten durch digitale Anwendungen schon heute unterstützt werden können. Die zahlreichen Chancen, aber auch mögliche Risiken werden Schwerpunktthemen des Deutsche Ärzteforums sein, das im Rahmen des Hauptstadtkongresses Medizin und Gesundheit im Juni 2018 in Berlin stattfindet.

     

    Das Deutsche Ärzteforum richtet sich gleichermaßen an Niedergelassene und Klinikärzte. Als Teil des Hauptstadtkongresses bringt es die Ärzteschaft mit der Gesundheitspolitik und allen anderen Berufsgruppen im Gesundheitswesen zu einem fach- und disziplinübergreifenden Dialog zusammen.

     

    Das inhaltliche Angebot des Deutschen Ärzteforums reicht von der praktischen Medizin bis zu politisch kontroversen Fragen, wie etwa: Werden neue Erkenntnisse der Immunologie chronisch vernachlässigt? Kann Prävention durch Screening verbessert werden? Wie führt Versorgungsforschung schließlich zu besserer Versorgungswirksamkeit? Was können Triagierung, Portalpraxen, integrierte Leitstellen und „Bereitschaftsdienst 4.0“ zur Verbesserung der Notfallversorgung beitragen? Auch der Bereich Personal steht im Fokus: Vorgestellt werden z. B. exklusive Ergebnisse einer Befragung unter jungen Beschäftigten im Krankenhaus. Weitere Veranstaltungen sind: „Eine Frage der Führung: Leadership und Qualität in der Arbeit – wie nehme ich meine Leute mit?“ und „Digitales Personalrecruiting und Employer Branding: Unsere Zukunft mit Social Media und Smartphones“.

     

    Gemeinsam mit dem gleichzeitig stattfindenden Deutschen Pflegekongress diskutiert das Deutsche Ärzteforum drei berufsübergreifende Themen: „Gefragt: Gute Teamleistung im Krankenhaus – Qualifikations- und Skill-Mix“, „Die Zukunftsaufgabe: Qualitativ gute Versorgung alter Menschen“ und „Das Zusammenwirken der Gesundheitsberufe beim Entlassmanagement“.

     

    Zwei Sonderformate gehören zum Deutschen Ärzteforum: Der Fachärztetag widmet sich den Schwerpunktthemen Innovationen, Entwicklungsperspektiven des Arztbildes und sektorübergreifende Versorgung an der Schnittstelle zwischen ambulant und stationär. Das Apothekerforum beschäftigt sich mit Lieferengpässen bei Arzneimitteln, den strukturpolitischen Aspekten einer flächendeckenden Arzneimittelversorgung und besserem Patientenschutz durch mehr Stationsapotheker.

     

    Weitere Information zum Programm finden Sie unter:

    http://www.hauptstadtkongress.de/deutsches-aerzteforum/

     

    Profitieren Sie jetzt noch vom ermäßigten Frühbuchertarif, melden Sie sich an unter:
    http://www.hauptstadtkongress.de/teilnahme

     

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  • 12.12.2017 - Deutscher Pflegekongress 2018: Pflege bleibt Mega-Thema in der neuen Legislaturperiode!

    Ganz gleich wie die künftige Bundesregierung zusammengesetzt sein wird: Es ist bereits jetzt absehbar, dass Pflege ein wichtiges Thema der Regierungspolitik bleibt, ja – bleiben muss! Zu den in der neuen Legislaturperiode anstehenden Fragen gehören etwa die umstrittenen Fachkraftquoten, die auch innerhalb der Pflegemitarbeiter kontrovers diskutierte Einrichtung von Pflegekammern und die Praxistauglichkeit der Anfang 2017 eingeführten Pflegegrade. Dies wird auch der Deutsche Pflegekongress im Rahmen des Hauptstadtkongresses Medizin und Gesundheit aufgreifen.

     

    Der Deutsche Pflegekongress richtet sich an die gesamte Pflege. Hier treffen sich die Kranken und die Altenpflege, Pflege- und Berufsverbände, Arbeitgeber und Pflegeunternehmer aus dem ambulanten und stationären Sektor sowie Berufsfachschulen und Universitäten. Beim Deutschen Pflegekongress haben Sie die einmalige Möglichkeit, mit allen Partnern und Akteuren im Gesundheitswesen den fach- und disziplinübergreifenden Dialog aufzunehmen.

     

    Das Schwerpunktthema beim Hauptstadtkongress 2018 lautet „Digitalisierung und vernetzte Gesundheit“. Im Mittelpunkt stehen deshalb auch beim Deutschen Pflegekongress Fragen, wie: Was bringt die Digitalisierung in der Pflege und welche Chancen eröffnet sie? Ermöglichen digitale Schnittstellen eine Entbürokratisierung? Und: Roboter im Einsatz - bleibt da die Menschlichkeit auf der Strecke?

     

    Herausragende Themen des Pflegekongresses 2018 werden neue Ausbildungskonzepte in schulischen und akademischen Pflegeberufen und bessere Rahmenbedingungen für akademisch ausgebildete Fachkräfte sein. Dabei wird es auch um möglichst gute Mannschaftsleistungen im Krankenhaus gehen, die durch differenziertere Qualifikations- und Skill-Mixes erzielt werden könnten. Ein Beispiel dafür ist auch das Zusammenwirken der Gesundheitsberufe beim neuen Entlassmanagement.

     

    Auch weiterhin bleibt der andauernde Fachkräftemangel ein zentrales Thema. Der Pflegekongress geht diesmal u. a. folgenden Fragen nach: Lockt leistungsorientierte Bezahlung die Leistungsträger? Welche Methoden sind Best Practice in der Personalakquise? Wie wird sich das Pflegestärkungsgesetz III auf die Gehaltsstruktur bei Pflegefachkräften auswirken? Darüber hinaus widmet sich der Deutsche Pflegekongress 2018 vielen weiteren Themen, wie den neu zu erarbeitenden Pflegenoten, Gewalt in der Pflege, sektorenübergreifenden Versorgungsformen, Demenz und Homecare.

     

    Weitere Information zum Programm finden Sie unter
    http://www.hauptstadtkongress.de/deutscher-pflegekongress/

     

    Profitieren Sie jetzt noch vom ermäßigten Frühbuchertarif und melden sich an unter:
    http://www.hauptstadtkongress.de/teilnahme

     

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  • 23.11.2017 - Managementkongress Krankenhaus Klinik Rehabilitation: Keine Angst vor Wandel!


    Wachsende Patientensouveränität führt zunehmend zu einem Wandel des Gesundheitsmarktes vom Anbieter- zum Nachfragemarkt – immer mehr auch im Kliniksektor. Der Patient lässt sich eine Patientensteuerung mittels Einweisen, Zuweisen, Überweisen immer weniger gefallen. Stattdessen geht er online und recherchiert Therapieoptionen, Qualitätsberichte und Prozesse der Integrierten Versorgung.

     

    Einer der Schwerpunkte auf dem im Rahmen des Hauptstadtkongresses stattfindenden Managementkongress Krankenhaus Klinik Rehabilitation ist deshalb die Frage, worauf sich Leistungserbringer einstellen sollten, um den steigenden Anforderungen der Patienten gerecht werden zu können. Die Veranstaltungen gehen Fragen nach, wie: Der Patient ist digital: Wo bleibt das Krankenhaus? Jeder will auf Augenhöhe sein: Was nützt das dem Patienten? Wie lange können Experten noch in Institutionen denken, wenn Patienten nach Prozessen fragen?

     

    Im Fokus des Kongresses stehen auch Themen der Finanzierung, wie etwa: „Kliniken im Visier der Anleger: Kapital entdeckt die Gesundheitswirtschaft“. Und: „Investitionen in die Zukunft: Nicht auf den Staat warten!“ Außerdem geht es um Prozesspartnerschaften: „Vernetzt siegen: Vom Systempartner zum Prozesspartner“ und „Zulieferung neu entdecken: Digitalisierung krempelt Zusammenarbeit um“.

     

    Der Managementkongress Krankenhaus Klinik Rehabilitation packt darüber hinaus die Themen Digitalisierung und Human Ressources an

     

    Digitalisierung

    • Digitalisierung statt IT-isierung: Sterben EDV-Dinos aus?
    • Pflege 4.0 statt Quoten: Mit Technik gegen Mangel
    • Gesundheit in Zeiten der Digitalisierung: New Public Health zu kurz gegriffen?

     

    Mitarbeiter im Wandel

    • Von selbst geht nichts: Wandel verlangt Change Management
    • Was tun, wenn Schwester Berta geht? Rezepte gegen den Expertenmangel
    • Kampf gegen Leiharbeit war gestern: Arbeitnehmer genießen neue Freiheit
    • Mitarbeiter lieb und teuer: Was Beschäftigte erwarten

     

    Zu einer Vielzahl weiterer Veranstaltungen des Kongresses gehört auch die exklusive Vorstellung des Krankenhaus Rating Reports 2018. Der Report untersucht alljährlich die wirtschaftliche Situation deutscher Krankenhäuser.

     

    Weitere Information zum Programm:

    http://www.hauptstadtkongress.de/krankenhaus-klinik-rehabilitation/

     

    Der Managementkongress Krankenhaus Klinik Rehabilitation findet, wie der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit, von Mittwoch, den6. Juni 2018, bis Freitag, den 8. Juni 2018, statt. Profitieren Sie jetzt noch vom ermäßigten Frühbuchertarif, melden Sie sich an unter: http://www.hauptstadtkongress.de/teilnahme

     

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  • 08.11.2017 - Hauptstadtkongress 2018: Neue Bundesregierung = Neue Gesundheitspolitik?

    Zum Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit 2018 werden wieder 8.000 Spitzenvertreter und Entscheider aus Politik, Verbänden, Gesundheitswirtschaft und -management, Versicherungen, Wissenschaft, Medizin und Pflege zusammentreffen. Drei Tage lang geht es im Berliner CityCube in rund 200 Einzelveranstaltungen um alle Facetten des Gesundheitswesens.

     

    Der 21. Hauptstadtkongress findet vom 6. bis 8. Juni 2018 statt. Dann wird eine neue Bundesregierung bereits einige Monate im Amt sein. Zu erwarten sind neue Schwerpunkte in der Gesundheitspolitik und zum Teil auch neue Gesichter, die diese Politik repräsentieren. Wichtige Vertreter aus der Gesundheitspolitik werden Rede und Antwort stehen und die für die nächste Legislaturperiode geplanten Vorhaben zur Diskussion stellen.

     

    Auf der Agenda wird die Zukunft der Kassen stehen und mögliche Veränderungen der Kassenlandschaft wie auch die Reformen, die beim Morbi-RSA zu erwarten sind. Diskutiert wird zudem, wie es mit der qualitätsorientierten Vergütung im Krankenhaus weitergeht und ob es Richtungsentscheidungen bei der Überwindung der sektoralen Spaltung des Gesundheitswesen sowie bei den großen Zukunftsthemen Fachkräftesicherung, Innovation und Translation geben wird. „Digitalisierung und vernetzte Gesundheit“ lautet das Motto beim nächsten Hauptstadtkongress. Hier ist sich die Politik einig und will den Rückstand Deutschlands gegenüber anderen Ländern bei der Digitalisierung aufholen.

     

    Digitalisierung wird in der Politik zur Chefsache. Die zu erwartende Digitalisierungsstrategie der Bundesregierung wird auf dem Hauptstadtkongress zur Diskussion gestellt. Es geht auch um eine realistische Umsetzungsplanung für die elektronische Gesundheitskarte. Gefragt wird zudem: Was bringt die Digitalisierung dem Patienten und den Mitarbeitern? Welches Potenzial hat sie für Prozessoptimierung und Effizienzsteigerung? Welche Chancen bergen Robotik und künstliche Intelligenz? Welche Fortschritte bringt die Präzisionsmedizin bei der zielgerichteten Behandlung? Wie steht es mit Datenschutz und Cybersicherheit?

     

    Unter dem Dach des Hauptstadtforums Gesundheitspolitik finden wie in jedem Jahr drei wichtige Fachkongresse statt, und zwar der Managementkongress Krankenhaus Klinik Rehabilitation, der Deutsche Pflegekongress und das Deutsche Ärzteforum. Sonderformate des Kongresses sind wieder der Tag der Versicherungen, der Fachärztetag und der Apothekertag.

     

    Nutzen Sie jetzt den ermäßigten Frühbuchertarif, melden Sie sich an unter: http://www.hauptstadtkongress.de/teilnahme

  • 22.06.2017 - Hauptstadtkongress: Das Davos der Gesundheitswirtschaft ist in Berlin

    Der zwanzigste Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist am 22. Juni 2017 zu Ende gegangen. Mit 8.250 Besuchern aus allen Bereichen des deutschen Gesundheitswesens hat der Jubiläumskongress einen Besucherrekord aufgestellt.

    Drei Monate vor der Bundestagswahl wurde der Kongress, der unter dem Motto “Qualität und nachhaltige Finanzierung” stand, von intensiven Debatten über die Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung geprägt, in denen gegensätzliche Ziele innerhalb der Großen Koalition deutlich wurden:

    Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Hilde Mattheis, kündigte an: „Wir wollen die Weichen stellen, für eine Bürgerversicherung.“ Maria Michalk von der CDU sprach sich für einen Fortbestand der privaten Krankenversicherung (PKV) aus: „Die CDU/CSU-Fraktion ist die einzige, die an der Dualität festhält. Wir brauchen diesen Wettbewerb.“

    Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe hatte der Bürgerversicherung bereits zuvor, beim Auftakt des Kongresses, eine Absage erteilt: “Das einzig Gute an der Bürgerversicherung ist der Name”, so Gröhe. Der Minister hob hervor, dass die PKV oft sehr schnell medizinische Innovationen aufgenommen habe und damit auch die Gesetzliche Krankenversicherung “unter Druck gesetzt” habe.

    Als dringend notwendig bezeichneten es die gesundheitspolitischen Sprecherinnen aller vier Bundestagsfraktionen, dass sich die Politik in der kommenden Legislaturperiode der Verbesserung sektorübergreifender Versorgung annehme. Wenn man dies erreichen wolle, seien die Akteure des Gesundheitswesens allerdings wie „ein Bollwerk, gegen das man angehen muss”, kritisierte Hilde Mattheis (SPD).

    Einigkeit herrschte auf dem Hauptstadtkongress auch darüber, dass nach der Bundestagswahl eine Neujustierung des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs geben müsse. Um den Morbi-RSA weniger anfällig für Manipulationen zu gestalten, schlug die CDU-Bundestagsabgeordnete Karin Maag vor, dass ambulante Diagnosen künftig nicht mehr berücksichtigt werden sollten. Die Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen, Ulrike Elsner, erhob die Forderung, dass nicht nur die Morbidität der Versicherten Kriterium für die Zuweisung von Geldern aus dem Gesundheitsfonds sein dürfen, sondern vielmehr auch die Ausgeben jeder Krankenkasse für Prävention.

    Ein Schwerpunkt des Kongresses war auch die Krankenhauspolitik. Staatssekretär Jens Spahn aus dem Bundesfinanzministerium bezeichnete die ungelösten Probleme des Krankenhaussektors als größtes Problem des deutschen Gesundheitswesens. Er wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Bundesländer nach wie vor ihren Verpflichtungen zur Finanzierung von Investitionen nicht ausreichend nachkämen.

    Der Hessische Gesundheitsminister Stefan Grüttner erklärte, nach der Krankenhausreform gelte es nun, „die Qualität und Patientengerechtigkeit noch weiter zu verbessern.” Grüttner kündigt an, Hessen werde daher “eigene und erweiterte Kriterien in den Krankenhausplan zur Notfallversorgung aufnehmen.“

    Der auf dem Hauptstadtkongress vorgestellte Krankenhaus Rating Report 2017 kommt zu dem Ergebnis, dass sich die wirtschaftliche Lage deutscher Krankenhäuser wieder leicht verschlechtert habe. Lag die Anzahl der Krankenhäuser mit erhöhtem Insolvenzrisiko im Jahr 2014 noch bei 8,6 Prozent, stieg sie in 2015, dem Untersuchungszeitraum des aktuellen Reports, auf 9,1 Prozent. Die Krankenhausstrukturen seien, so Prof. Dr. Boris Augurzky vom RWI Leibnitz-Institut für Wirtschaftsforschung, nach wie vor in einigen Regionen ungünstig, es gebe zu viele kleine Einrichtungen, eine zu hohe Krankenhausdichte und zu wenig Spezialisierung. Allerdings habe der von 2016 bis 2018 eingesetzte Strukturfonds bereits eine gewisse Dynamik zur Optimierung entfacht und werde gut angenommen. „Es sollte grundsätzlich darüber nachgedacht werden, den Strukturfonds über das Jahr 2018 hinaus fortzuführen“, empfiehlt Augurzky.

    Eine der herausragenden Veranstaltungen des im Rahmen des Hauptstadtkongresses stattfindenden Deutschen Ärzteforums war der Auftritt des Robotik-Pioniers Prof. Dr. Gordon Cheng. Cheng ist einer der weltweit führenden Köpfe in der Entwicklung neurosensitiver Roboter, die unter dem Schlagwort “Brain-to-Robot” für Furore sorgen. Eines seiner Projekte heißt “Walk again Project”: Querschnittsgelähmte lernen dabei zunächst, sich mithilfe eines sogenannten Exoskeletts, einer Art maschinell gesteuerten Overall, fortzubewegen. Das Exoskelett ist innen mit viel Sensorik ausgestattet, um möglichst viele trotz der Lähmung noch verbliebene Bewegungssignale abzufangen und in Bewegung umzusetzen. Das Erstaunliche: Nach ein paar Monaten Training beginnt der Querschnittsgelähmte in gewissem Maße Bewegungen  wieder wahrzunehmen und sogar zu steuern. „Verantwortlich dafür ist vermutlich die sogenannte neuronale Plastizität. Das beschreibt die Fähigkeit des Gehirns, sich neu zu organisieren”, erklärte Cheng auf dem Hauptstadtkongress.

    Der Deutsche Pflegekongress, ebenfalls Teil des Hauptstadtkongresses, stand unter dem Eindruck der intensiven Gesetzgebung, mit der die Bundesregierung dem Pflegenotstand entgegentreten will. Peter Bechtel, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Pflegemanagement und zugleich Pflegedirektor am Universitäts-Herzzentrum Freiburg, warnte vor einer mangelhaften Umsetzung der von der Großen Koalition beschlossenen Personaluntergrenzen, die im kommenden Monat in ein Gesetz gegossen werden sollen: “Aus Personaluntergrenzen können schnell Personalobergrenzen werden, die dann keine Luft mehr für zusätzliches Personal lassen”, so Bechtel.

     

    Der Präsident der rheinland-pfälzischen Pflegekammer, Markus Mai, sprach sich für eine stärkere politische Interessenvertretung für die Pflegeberufe aus. Nachdem es nun bereits in drei Bundesländern Pflegekammern gebe, müsse die Pflege auch auf Bundesebene eine starke Vertretung erhalten. „Das kann nur die Bundespflegekammer sein“, so Mai.

     

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit 2018 findet vom 6. bis 8. Juni 2018 statt.

     

    Seien Sie dabei! Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

  • 14.06.2017 - Alles, was Rang und Namen hat – viel Glanz auf dem Hauptstadtkongress

    Mehr als 8.000 Entscheidungsträger aus Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft kommen zusammen, wenn am nächsten Dienstag, dem 20. Juni 2017, der Hauptstadtkongress im Berliner CityCube eröffnet wird. Bei rund 150 Einzelveranstaltungen werden über 600 Referentinnen und Referenten auftreten – darunter viele Spitzenpolitiker aus Bund und Ländern, prominente Wissenschaftler und Führungspersönlichkeiten aus allen Institutionen des Gesundheitswesens.

    Die Eröffnungsveranstaltung steht im Zeichen des zwanzigjährigen Jubiläums des Kongresses: Der Arzt, Kabarettist und Autor Dr. Eckart von Hirschhausen moderiert eine Diskussion mit den wissenschaftlichen Leitern der drei mit dem Hauptstadtkongress zusammen stattfindenden Fachkongresse: Prof. Dr. Axel Ekkernkamp, Leiter des Deutschen Ärzteforums, Hedwig François-Kettner, Leiterin des Deutschen Pflegekongresses, und Prof. Heinz Lohmann, Leiter des Managementkongresses Krankenhaus Klinik Rehabilitation. Dabei wird zur Sprache kommen, was sich in den vergangenen 20 Jahren geändert hat. Etwa: Ist die Pflege schon auf Augenhöhe mit Ärzten und Krankenhausmanagement? Und gibt es zukünftig mehr Patientenautonomie, bei der der Patient etwa zwischen längere Lebenszeit und besserer Lebensqualität wählen kann?

    Anschließend eröffnet Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe den Kongress mit einem Vortrag zum Thema „Auf die Mannschaft kommt es an.“ Danach befragt Andreas Mihm von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung den Minister zur Zukunft der Gesundheitspolitik.

    Einer der medizinischen Höhepunkte wird der Auftritt von Roboterpionier Prof. Dr. Gordon Cheng sein, einem der weltweit führenden Köpfe in der Erforschung kognitiver Systeme. Cheng, seit 2010 Leiter des Lehrstuhls für Kognitive Systeme an der Technischen Universität München, arbeitet intensiv an der Vernetzung von Robotik mit neuronalen Daten aus dem menschlichen Gehirn – also der Steuerung von Automaten nur durch Gedanken.

    Der Hauptstadtkongress zieht auch in diesem Jahr wieder eine Vielzahl hochrangiger Politiker an: Neben dem Bundesgesundheitsminister stehen mit Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks aus Hamburg und der Sozialminister Hessens, Stefan Grüttner, auch Landesminister auf den Bühnen des Kongresses. Mit dabei: Jens Spahn, Parlamentarischer Staatsekretär aus dem Bundesfinanzministerium, der Patientenbeauftragte Karl-Josef Laumann und Lutz Stroppe, beide Staatssekretäre im Bundesgesundheitsministerium.

    Mit Maria Klein-Schmeink (Bündnis 90/Die Grünen), Hilde Mattheis (SPD), Maria Michalk (CDU/CSU) und Kathrin Vogler (Linke) sind die gesundheitspolitischen Sprecherinnen aller Bundestagsfraktionen mit dabei. Insgesamt treten mehr als 20 Bundestagsabgeordnete in Veranstaltungen auf.

    Die Gesetzliche Krankenversicherung ist hochrangig vertreten mit: Ulrike Elsner (vdek), Franz Knieps (BKK Dachverband), Martin Litsch (AOK), Bettina am Orde (DRV Knappschaft-Bahn-See), Andreas Storm (DAK), Thomas Ballast (Techniker Krankenkasse) und Dr. Christoph Straub (Barmer GEK). Die Ärzteschaft wird unter anderem vertreten durch: Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, Dr. Dirk Heinrich, Bundesvorsitzender des NAV-Virchow-Bunds, und Ulrich Weigeldt, Bundesvorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes. Die Krankenhäuser vertritt Georg Baum, Hauptgeschäftsgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft.

    Der chinesische Botschafter Shi Mingde wird auf dem Hauptstadtkongress über deutsch-chinesische Kooperationsprojekte sprechen. Wichtige Institutionen des Gesundheitswesens senden ihre Präsidenten und Leiter: Das Bundesversicherungsamt Frank Plate, der G-BA Prof. Josef Hecken, das IQWIG Prof. Dr. Jürgen Windeler, das IQTiG Dr. Christof Veit und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung Dr. Heidrun Thaiss.

  • 13.06.2017 - Tag der Versicherungen, Fachärztetag, Apothekerforum und weitere Sonderveranstaltungen beim Hauptstadtkongress 2017

    Das Programm beim 20. Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit verspricht viel Spannung und fachlichen Austausch auf höchstem Niveau! Dafür sorgen über 150 Veranstaltungen, mehr als 600 Referenten und nicht zuletzt das Fachpublikum mit rd. 8.000 Teilnehmern. Das Programm der drei Fachkongresse und des Hauptstadtforums Gesundheitspolitik wird ergänzt durch besondere Veranstaltungsreihen mit ausgewählten Themenkomplexen: 

    Der traditionelle Tag der Versicherungen beleuchtet wichtige Fragen zur Gesundheits- und Sozialpolitik. Er findet in Kooperation mit dem AOK-Bundesverband, dem Verband der Ersatzkassen und der Deutschen Rentenversicherung Bund am zweiten Kongresstag, also Mittwoch, den 21. Juni, statt und stellt die Themen Zwischenbilanz zum Präventionsgesetz, Rehabilitation und Migration, Bundesteilhabe- und Flexirentengesetz sowie digitale Gesundheitsdienstleistungen in den Mittelpunkt.

    Zum dritten Mal infolge präsentiert der Hauptstadtkongress in Zusammenarbeit mit dem SpiFa den Fachärztetag. Im Zentrum des Fachärztetages 2017, der ebenfalls am 21. Juni stattfindet, stehen aktuelle Themen wie Gesundheitspolitik nach der Bundestagswahl, Innovationszugang im Gesundheitswesen, Qualität und Innovationen in der Labormedizin sowie neue regionale Versorgungsmodelle.

    Zum fünften Mal dabei ist das Apothekerforum, das am dritten Kongresstag stattfindet. Thematische Highlights sind eine Zwischenbilanz zum Medikationsplan, Health Literacy und Patientenwissen sowie die Zukunft der pharmazeutischen Versorgung vor dem Hintergrund europäischer Entwicklungen. Kontroverse Diskussionen sind hier vorprogrammiert.

    Zusätzlich gibt es zahlreiche Satellitensymposien und Unternehmensworkshops, die das Gesamtprogramm des Kongresses inhaltlich abrunden. Nähere Infos unter www.hauptstadtkongress.de/sonderformate.html .

    Abschluss und zugleich „innovative Roadshow“ des Hauptstadtkongresses 2017 ist der Start-up Slam, der am 22. Juni um 15:45 Uhr auf der Kongress-Piazza losgeht. Es treten fünf ausgewählte Start-ups gegeneinander an - die besten drei werden von einer Jury mit interessanten Preisen ausgezeichnet! Einzelheiten unter: www.hauptstadtkongress.de/index.php .

  • 07.06.2017 - Wer hat das beste Gesundheitswesen der Welt?

    Während Krankenkassen und Gesundheitspolitiker oft betonen, Deutschland habe das beste Gesundheitswesen der Welt, gibt es in internationalen Vergleichen immer wieder unangenehme Befunde. So belegt Deutschland beispielsweise bei der Sterblichkeit von stationär aufgenommenen Herzinfarktpatienten unter 31 OECD-Ländern nur Platz 25 - hinter Ländern wie Polen, Slowenien oder Großbritannien. Und trotz des großen ambulanten Sektors werden in Deutschland so viele Diabetes-Patienten wie kaum in einem anderen OECD-Land stationär aufgenommen – auch hier Platz 25, weit hinter Großbritannien, Portugal, Ungarn oder Slowenien und direkt hinter den USA.

     

    Doch wie bewertet man ein Gesundheitssystem insgesamt? Danach, dass es die Gesundheit aller jederzeit maximal gewährleistet? Was ist dann mit der Finanzierung? Ist vielleicht ein weniger großzügiges Gesundheitssystem besser - gerade, weil es nicht für alles aufkommt? Auf die Frage, ob sie im letzten Jahr eine Zahnarztbehandlung wegen der Kosten ausgelassen hätten, antworteten in Deutschland 8 Prozent der befragten Patienten mit "ja". In Norwegen waren es 25 und in den USA 33 Prozent. In Deutschland gaben 15 Prozent der Befragten an, eine erforderliche Behandlung aus Kostengründen nicht erhalten zu haben, in den USA waren es 37 Prozent. In Großbritannien allerdings nur 4 und in Schweden nur 6 Prozent.

     

    Reinhard Busse, Professor für Management im Gesundheitswesen an der Technischen Universität Berlin, schlägt vor, bei der Bewertung drei Ziele zu berücksichtigen: einen guten Zugang zur Versorgung, eine hohe Qualität und nicht zuletzt einen möglichst effizienten Umgang mit den eingesetzten Ressourcen. Busse hat untersucht, wie sich die allgemeine Sterblichkeit der Bevölkerung bis ins Alter von 74 Jahren in acht wohlhabenden Industrienationen seit dem Jahr 2000 im Verhältnis zu den Pro-Kopf-Ausgaben für Gesundheit entwickelt hat. Trotz einer annähernden Verdopplung der Ausgaben hierzulande liegt die Sterblichkeit nur in Großbritannien knapp und den USA deutlich höher als in Deutschland. Am effizientesten mit den Mitteln des Gesundheitswesens gingen demnach die Briten um: Pro 1.000 US-Dollar mehr Ausgaben senkten sie die Sterblichkeit je 100.000 Einwohner um 30, während dies in Deutschland nur 19 waren und in den USA sogar nur 8.

     

    Ob Deutschland wirklich das beste Gesundheitssystem der Welt hat, diskutieren unter dem Titel „Das deutsche Gesundheitswesen: Leistungsbewertung im internationalen Vergleich“: Prof. Dr. Reinhard Busse, Professor für Management im Gesundheitswesen an der TU Berlin, Dr. Bernhard Gibis, Leiter des Dezernats Ärztliche Leistungen und Versorgungsstruktur der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Franz Knieps, Vorstand des BKK Dachverbandes, und Thomas Renner, Leiter des Referats Grundsatzfragen der Gesundheitspolitik des Bundesministeriums für Gesundheit.

  • 31.05.2017 - Kammerbewegung in der Pflege: Bundespflegekammer ist das Ziel

    Arbeitsbelastung, die so weit geht, dass pflegerische Bedürfnisse der Patienten nicht mehr bedient werden können, Bezahlung, die von einer Mehrheit als deutlich zu gering empfunden wird, und geringe Anerkennung des Pflegeberufes innerhalb und außerhalb des Gesundheitswesens – die Pflegerinnen und Pfleger in Deutschland haben davon die Nase voll. Sie sagen: Bislang haben weder die einzelne Pflegekraft noch die Pflegeverbände ein echtes Mitgestaltungsrecht für die Gesundheits- und Pflegeversorgung. Fach-, Rechts- und Finanzfragen werden von Dritten, insbesondere von der Ärzteschaft, entscheidend geprägt. Es bestehe Handlungsbedarf, um die Pflege als gleichberechtigten Leistungserbringer strukturell zu stärken und „auf Augenhöhe“ zu bringen.

    Entstanden ist mittlerweile eine von Tausenden Pflegemitarbeitern unterstützte „Kammerbewegung“: Sie fordert, nach dem Vorbild der Ärztekammern, die Einrichtung von Pflegekammern. Diese sollen eine professionelle pflegerische Versorgung nach pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen sicherstellen und die Bevölkerung vor unqualifizierter Pflege schützen. Sie sollten aber auch eine Selbstverwaltung des Berufsstandes der Pflegenden ermöglichen. Bereits in drei Bundesländern gibt es Pflegekammern – in Rheinland-Pfalz, in Schleswig-Holstein und in Niedersachsen. Auch in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen könnte es bald soweit sein.

    Markus Mai, Präsident der ersten bereits arbeitsfähigen Pflegekammer Deutschlands in Rheinland-Pfalz, sagt schon die Gründung einer Bundespflegekammer voraus: „Die Bundespflegekammer ist das Ziel. Ich gehe davon aus, dass sie spätestens im Jahr 2018 da sein wird.“ Doch so unumstritten, wie das klingt, ist die Idee der Kammern gar nicht. Bayern und Hamburg haben sich dagegen entschieden. In Hamburg hätten nur 36 Prozent der befragten Pflegemitarbeiter die Errichtung einer Kammer befürwortet, so die Hamburger Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz.

    Ein Grund dafür: Es droht die beitragspflichtige Zwangsmitgliedschaft. Im Saarland führt das derzeit zu Unmut: Da dort alle Arbeitnehmer bereits zahlende Pflichtmitglieder einer Arbeitskammer sind, hätten Pflegemitarbeiter zwei Kammerbeiträge zu zahlen – und das, obwohl die Arbeitskammer ebenfalls ein Referat für den Bereich Pflege betreibt. Auch die Gewerkschaft Verdi will Pflegekammern nicht. Sie versteht sich als traditionelle Vertretung der Pflegekräfte. Gegen die Einrichtung der Pflegekammer in Niedersachsen ging sie sogar mit einer ePetition vor. "Pflegekammern? Lösen die Probleme nicht", so das Credo der Kampagne.

    Über das Thema „Pflegekammer in drei Bundesländern – (wann) kommt die Bundespflegekammer?“ diskutieren auf dem Hauptstadtkongress: Dr. Markus Mai, Präsident der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz, Iris Meyenburg-Altwarg, Geschäftsführerin Pflege und Leiterin der Bildungsakademie Pflege der Medizinischen Hochschule Hannover, Patricia Drube, Vorsitzende des Vorstands des Errichtungsausschusses der Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein.

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 20. Hauptstadtkongress findet vom 20. bis 22. Juni 2017 im CityCube Berlin statt.

  • 30.05.2017 - Krankenhaus Rating Report 2017: Patienten schätzen Spezialkliniken – auch weiter entfernte

    Die Frage gilt als äußerst umstrittenen: Bevorzugen Patienten die medizinische Versorgung in direkter Nachbarschaft oder nehmen sie gegebenenfalls lieber die Anreise zu einem auf bestimmte Erkrankungen spezialisierten zentralen Klinikum in Kauf? Der Krankenhaus Rating Report 2017 hat herausgefunden: Krankenhäuser mit einem hohen Spezialisierungsgrad weisen eine signifikant höhere Patientenzufriedenheit auf. Damit zeigt sich, dass ein hoher Grad an Spezialisierung nicht nur bessere medizinische Ergebnisse bringt, sondern auch von den Patienten geschätzt wird.

    Außerdem hat der Krankenhaus Rating Report einen überraschenden Zusammenhang ermittelt: Kommunale Krankenhäuser in ärmeren Landkreisen sind wirtschaftlich in genauso guter Lage wie freigemeinnützige, beispielsweise konfessionelle, Krankenhäuser. In reicheren Landkreisen schneiden Kliniken in kommunaler Trägerschaft hingegen schlechter ab als freigemeinnützige. Die Autoren des Reports haben Hinweise darauf, warum das so ist.

    Ein weiterer Befund: Das Lohnniveau des medizinischen Personals variiert regional zwischen 10 Prozent unter und 5 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Das wirft die brisante Frage auf, ob regionale Lohnkostenunterschiede sich entsprechend in den Preisen der Leistungserbringung niederschlagen dürfen.

    Der Krankenhaus Rating Report 2017 wird am 21. Juni in Berlin auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit der Öffentlichkeit vorgestellt. Er wird seit dreizehn Jahren vom RWI Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und dem Institute for Healthcare Business GmbH erstellt. Erstmals werden im neuen Report Jahresabschlüsse aus den Jahren 2007 bis 2015 aufbereitet und auf diese Weise länger laufende Zeitreihen abgebildet. Dadurch können bereits entdeckte Zusammenhänge weiter statistisch untermauert werden. Zudem untersucht eine Sonderanalyse erstmals gezielt regionale Unterschiede im Lohnniveau der Krankenhäuser.

    Unter dem Titel „Krankenhaus Rating Report 2017: Strukturfonds – beginnt jetzt die große Konsolidierung?“ stellen die Autoren Prof. Dr. Boris Augurzky, Leiter des Kompetenzbereichs Gesundheit des RWI Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung, und Dr. Sebastian Krolop, Vice President und Partner für die Region EMEA der Healthcare Transformation Services von Philips Healthcare, den Report vor. Sie diskutieren die Ergebnisse mit Astrid Lurati, Direktorin des Klinikums und Mitglied des Vorstands der Charité Universitätsmedizin Berlin, Matthias Mohrmann, Mitglied des Vorstands der AOK Rheinland/Hamburg, und Andreas Schlüter, Hauptgeschäftsführer der Knappschaft Kliniken und Geschäftsführer der Klinikum Westfalen GmbH.

  • 24.05.2017 - Der informierte Patient: Zukunftsvision oder Fata Morgana?

    Mehr als die Hälfte der Deutschen hat erhebliche Mühe, die ständig wachsende Fülle gesundheitsrelevanter Information zu verstehen und daraus Entscheidungen für die eigene Gesundheit abzuleiten, so das Ergebnis einer Studie der Universität Bielefeld vom vergangenen Jahr. Die gleiche Befragung hatte zuvor in anderen Ländern deutlich höhere Kompetenzwerte ergeben – zum Beispiel in den Niederlanden, Dänemark, Irland und in Polen.

    Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe mahnte angesichts dieser Befunde. "Das muss alle Verantwortlichen im Gesundheitswesen aufrütteln." Zwischen 9 und 15 Milliarden Euro gehen nach Schätzungen seines Hauses jährlich verloren, weil die Kommunikation zwischen Ärzten und Patienten nicht ausreichend funktioniert. Denn schlecht informierte Patienten folgen deutlich seltener dem Rat ihres Arztes: Eine Auswertung von mehr als 100 Studien ergab, dass sich Patienten mehr als doppelt so häufig an die Therapieempfehlungen des Arztes halten, wenn dieser die Therapie und deren Ziele verständlich kommuniziert.

    Doch das beherrschen ganz offensichtlich nicht alle Ärzte: Über 30.000 Patienten haben in den vergangenen sechs Jahren den kostenlosen Service unter washabich.de genutzt, bei dem 200 Mediziner ehrenamtlich Befunde in verständliches Deutsch übersetzen. Allerdings sind die Wartezeiten für die Übersetzung so lang, dass die Website der Medizinaktivisten auf das Partnerprojekt befunddolmetscher.de verweist, das allerdings nur vorgefertigte Erläuterungen zu medizinischen Begriffen online vorhält.

    Ärzte sehen die Kommunikation „auf Augenhöhe“ mit den Patienten oft auch kritisch: Laut einer Umfrage der Ärztezeitung im Jahr 2012 beklagten 48 Prozent der Ärzte, dass Patienten ihnen Leistungen abverlangten, die nicht erbracht werden durften.

    Das Thema „Der mündige und gut informierte Patient im deutschen Gesundheitswesen – Zukunftsvision oder Fata Morgana?“ diskutieren auf dem Hauptstadtkongress in Berlin: Prof. Dr. Matthias Schneider, Direktor der Poliklinik und Funktionsbereich für Rheumatologie des Universitätsklinikums Düsseldorf, Prof. Dr. Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin a. D. und Schirmherrin der European Patients Academy on Therapeutic Innovation, Ulla Ohlms, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Patients' Tumor Bank of Hope, Eva Maria Streppel, Bloggerin und Morbus-Crohn-Betroffene, Jutta Ulbrich, Director Patient Engagement bei AbbVie, und Markus Wartenberg, Leiter des Bereichs GIST/Sarkome von Das Lebenshaus.

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 20. Hauptstadtkongress findet vom 20. bis 22. Juni 2017 im CityCube Berlin statt.

  • 17.05.2017 - Telemedizin für Herzpatienten: Leuchtturmprojekt an der Ostseeküste

    Es ist mit 14 Millionen Euro Förderung eines der ganz großen Projekte des Innovationsfonds: In Mecklenburg-Vorpommern werden derzeit etwa 1.500 chronisch herzkranke Patienten für dauerhafte telemedizinische Überwachung rekrutiert. In den nächsten drei Jahren sollen die chronisch unter Herzinsuffizienz, Vorhofflimmern oder Hypertonie leidenden Patienten via Smartphone, einer eigens programmierten App, Fitness-Armbändern, elektronischen Blutdruckmessgeräten und digitalen Waagen überwacht werden - rund um die Uhr, von einem Care-Center der Uniklinik Rostock aus.

    Sobald diagnostische Daten Veränderungen zeigen, kann ein Kardiologe mit dem Patienten Kontakt aufnehmen und die Medikation anpassen oder Verhaltensempfehlungen aussprechen. "Wir wollen die Patienten möglichst lange vom Krankenhaus fernhalten", erläutert einer der beteiligten Mediziner. Ziel ist es dabei auch, durch weniger Herzbeschwerden und weniger Krankenhausaufenthalte Kosten zu sparen. Der Vergleich mit einer traditionell versorgten Kontrollgruppe von 1.500 Patienten soll zweifelsfrei belegen, ob die Telemedizin hält, was man sich davon verspricht.

    Das Projekt geht ein schwerwiegendes Problem an: die zum Teil schlechte fachärztliche Versorgung im ländlichen Raum. Die Bevölkerungsdichte in Mecklenburg-Vorpommern liegt nicht einmal bei zwei Prozent von jener in Berlin. Und in dem Flächenland mit einer Ausdehnung von 250 Kilometern von Ost nach West gibt es nur zwei Herzzentren. Es geht also auch um die Frage: Wie kann man die kontinuierliche Versorgung mit Spitzenmedizin sicherstellen, wenn der Patient ein oder zwei Autostunden entfernt wohnt?

    "Gerade bei der Entwicklung von Versorgungsprogrammen für den ländlichen Raum setzen wir ganz stark auf die Vernetzung aller Beteiligten über die Sektorengrenzen hinweg", sagt die an dem Projekt beteiligte AOK Nordost. Und Peter Vullinghs, Chef von Philips Deutschland, dem Unternehmen, das die Technik liefert, ergänzt, das Modell lasse "sich auf weitere Krankheitsbilder und Bundesländer übertragen".

    Das Thema "Bedingungen für innovative neue Versorgungswege und -formen" diskutieren auf dem Hauptstadtkongress: Prof. Dr. Christian Schmidt, Ärztlicher Vorstand und Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Rostock, Lars F. Lindemann, Hauptgeschäftsführer des Spitzenverbandes Fachärzte Deutschlands, Oliver Schenk, Leiter der Abteilung Grundsatzfragen der Gesundheitspolitik und Telematik des Bundesgesundheitsministeriums, Peter Vullinghs, Vorsitzender der Geschäftsführung der Philips GmbH, und Kay Wilke-Schultz, Leiter der Unternehmenseinheit Versorgungsmanagement der AOK Nordost.

  • 10.05.2017 - Capitation – Konzept für effizienten Umgang mit Ressourcen des Gesundheitswesens

    “Jeder geheilte Patient ist ein verlorener Kunde", heißt es immer wieder in Sozialen Medien und der Blogosphäre. Diese Sichtweise verbreitet sich unaufhaltsam weiter, weil sie so logisch klingt. Denn sie hat ja vielleicht einen wahren Kern: Pharmaindustrie, Ärzte und andere Leistungserbringer werden nicht dafür bezahlt, dass Patienten geheilt werden – sondern für den Absatz von Arzneipackungen oder einzelne Leistungen – und das in der Regel unabhängig davon, ob sie sinnvoll verordnet wurden und im Einzelfall auch wirken.

    In der Schweiz, den USA und Großbritannien versucht man bereits seit einiger Zeit, diesen ökonomischen Fehlanreiz zu unterbinden. Die Idee nennt sich "Capitation": Im Voraus wird Leistungserbringern für ein Jahr oder länger eine Pro-Kopf-Pauschale je Versichertem oder je Patienten bezahlt, die an eine Wartungspauschale erinnert. Der Anreiz: Je gesünder der Patient bleibt, desto mehr Gewinn verbleibt von der Pauschale. Belohnt werden also gesunde Patienten. Es gäbe beispielsweise einen starken ökonomischen Anreiz, Diabetiker möglichst gut auf Insulin einzustellen, damit es nicht zu kostenträchtigen Komplikationen und schlimmstenfalls zu Amputationen kommt.

    Schon im alten China, so wird immer wieder berichtet, sei das so gewesen: Geld erhielten die Heilkundigen fernöstlicher Medizin, die bis heute für viele Menschen als Vorbild an Weisheit und ganzheitlicher Orientierung gelten, nur für jene Patienten, die gesund geblieben waren. Wird nun auch fernöstliche Vergütung zum Maßstab?

    In der Schweiz haben Studien belegt, dass Capitation einen effizienteren Umgang mit den Ressourcen des Gesundheitswesens zur Folge hat. Es liegt in der Natur der Sache, dass es auch einen Anreiz zur verbesserten Zusammenarbeit der Akteure gibt und Integrierte Versorgung gefördert wird. Capitation könnte daher auch einen Beitrag zur Überwindung der sektoralen Spaltung des deutschen Gesundheitssystems leisten. Und auch Pharma- und Medtechindustrie könnten in Systempartnerschaften einbezogen werden.

    Das spannende Thema "Capitation: Gehört die Zukunft im Gesundheitswesen den Systempartnerschaften?" diskutieren unter der gemeinsamen Moderation von Prof. Dr. Axel Mühlbacher, Leiter des Instituts Gesundheitsökonomie und Medizinmanagement Hochschule Neubrandenburg, und Jessica Hanneken, Hauptstadtrepräsentanz der apoBank: Prof. Roger Jaeckel, Hochschule Neu-Ulm, Market Access Director D.A.CH der Baxter Deutschland GmbH, Dr. Torsten Kühn, Geschäftsführer der ContraCare GmbH, Bernd Laudahn, Geschäftsführer der Philips GmbH Market DACH, und Stefan Oelrich, Senior Vice President Head Diabetes Franchise von Sanofi.

  • 04.05.2017 - Gelähmte können wieder laufen lernen – mit hirnstromgesteuerten Robotersystemen: Roboter-Pionier Gordon Cheng auf dem HSK

    Den ersten Ball bei der Eröffnung der Fußball-WM 2014 kickte ein Querschnittsgelähmter durchs Stadion in São Paulo. Juliano Pinto steckte in einem sogenannten Exoskelett, einer Art maschinell angetrieben Overall, der ihm Gehen und sogar den symbolischen Anstoß ermöglichte. Das war außergewöhnlich genug, aber das eigentlich Spektakuläre konnte man kaum erkennen: Pinto steuerte das Exoskelett nur mit seinem Willen. Auf seinem Kopf trug er eine Haube mit EEG-Elektroden.

    „Brain to Robot“ lautet das Schlagwort für diese Technologie – und ihr weltweit führender Kopf ist Professor Gordon Cheng, Spezialist für Neuro-Engineering an der TU München. Die Vorführung im Stadion warb für sein „Walk Again Project“. Chengs Arbeiten könnten nicht nur dazu beitragen, dass Querschnittsgelähmte wieder gehen können. Sie könnten der roboterassistierten Medizin insgesamt einen Schub verleihen, denn die steht immer wieder in der Kritik – vor allem, weil der Roboter zwar extrem genau schneidet, aber mit seinen Instrumenten nicht fühlen kann.

    Cheng forscht auch auf dem Gebiet der Sensorik von Robotern. Einer seiner Roboter hat eine von Sensoren übersäte Gummihaut – die ihm das Registrieren von Berührungen erlaubt und Tastsinn verleiht. Der Roboter kann damit zum Beispiel weiche Orangen aussortieren, ohne eine einzige zu zerquetschen. Aber es geht Cheng um mehr: Ziel seiner Forschung ist es, neuronale Systeme aus dem Tierreich auf Roboter zu übertragen. Ihre Sinne liefern bei der Jagd oder auf der Flucht oft unscharfe, widersprüchliche oder zeitversetzte Informationen an das Gehirn – das trotzdem eine sinnvolle Entscheidung trifft.

    Unter dem Titel „Roboterassistierte Medizin: Verteufelt, gefürchtet, jetzt Realität – Chancen und Möglichkeiten“ diskutiert Prof. Dr. Gordon Cheng, Lehrstuhlinhaber für Kognitive Systeme der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der TU München, auf dem Hauptstadtkongress in Berlin mit: Prof. Dr. Christian Hendrich, Ärztlicher Direktor und Chefarzt des Orthopädischen Krankenhauses Schloss Werneck, und Prof. Dr. Thomas A. Schildhauer, Ärztlicher Direktor der Chirurgischen Universitätsklinik und Poliklinik des Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinikums Bergmannsheil Bochum.

  • 26.04.2017 - Finanzierung des Gesundheitswesens – könnte eine Bürgerversicherung die Rettung sein?

    Verglichen mit dem Jahr 2000 hat sich der prozentuale GKV-Beitrag eines Arbeitnehmers im Durchschnitt um fast ein Viertel erhöht - von 6,75 auf heute 8,4 Prozent des Bruttogehalts. Im Jahr 1970 hatte er noch bei 4,1 Prozent gelegen.

    Nur einige Jahre hat die Politik es geschafft, diese Finanzentwicklung unter Kontrolle zu halten. Doch seit drei Jahren bereits steigen die Ausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung wieder stärker als die Einnahmen. Und für die nächsten Jahre sagen Fachleute auch aus den Krankenkassen kräftig steigende Zusatzbeiträge vorher.

    Hinzu kommt, dass die Bundesregierung etliche teure Reformprojekte im Gesundheitswesen begonnen hat, die Milliardenkosten verursachen und die finanzielle Lage der GKV weiter verschärfen dürften: das Krankenhausstrukturgesetz, den Umbau der ambulanten Versorgung, den weiteren Ausbau der Telematik-Infrastruktur und die Stärkung von Prävention und Hospizwesen sowie die jüngste Pflegegesetzgebung.

    Wenige Monate vor der Bundestagswahl wird die Finanzierung des Gesundheitswesens zu einem brisanten Thema. Die SPD will die paritätische Finanzierung der Krankenversicherungsbeiträge wiederherstellen, damit Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil nicht weiter auseinanderdriften. SPD, Grüne und Linke wollen vor allem auch für eine Bürgerversicherung kämpfen. Allerdings zeigen neuere Studien, dass eine Einführung der Bürgerversicherung mit gravierenden Problemen verbunden wäre. Letztlich würde die GKV so möglicherweise gar nicht entlastet, sondern müsste erhebliche zusätzliche Kosten übernehmen, so sagen einige Experten.

    Genügen diese Vorschläge, um das Gesundheitswesen nachhaltig zu finanzieren? Oder muss das Gesundheitssystem grundlegend neu organisiert werden?

    Das brisante Thema "Die Zukunft des Gesundheitswesens: Paritätische Finanzierung, Bürgerversicherung?" diskutieren auf dem Hauptstadtkongress in Berlin: Dr. Stefan Etgeton, Senior Expert der Bertelsmann Stiftung, Sabine Dittmar, Mitglied im Gesundheitsausschuss und stv. gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Dr. Volker Hansen, Leiter der Abteilung Soziale Sicherung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Rudolf Henke, stv. Vorsitzender des Gesundheitsausschusses, Mitglied der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Vorsitzender des Marburger Bunds, und Dr. Volker Leienbach, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Verbandes der Privaten Krankenversicherung.

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 20. Hauptstadtkongress findet vom 20. bis 22. Juni 2017 im CityCube Berlin statt.

  • 19.04.2017 - Science Fiction in der Medizin wird real

    Selbst die erfahrenste Krankenschwester kann es nicht so gut: Ein Blutabnahmeroboter erkennt mittels Infrarot- und Ultraschallmessung die genaue Lage auch der verstecktesten Vene und führt die Nadel schonend ins Ziel.

    Immer mehr Arbeit in der Medizin wird von Robotern besser erledigt als von Menschen: Der präzise Schnitt zur Entfernung von bösartigem Gewebe oder der minimalinvasive Eingriff im Brustraum ohne Öffnung des Brustkorbs – solche Operationen sind ohne Robotik schon heute oft kaum noch Stand der Technik. Der Roboter schneidet, der Arzt sitzt mit einer 3D-Brille an einem Rechnersystem. Tausende von Medizin-Robotern werden mittlerweile jedes Jahr verkauft. Und Hunderttausende OPs damit durchgeführt, so eine Statistik der Internationalen Föderation für Robotik.

    Über kurz oder lang wird künstliche Intelligenz auch mit ärztlichem Wissen in Konkurrenz treten. So wie vor zwei Jahren in Japan: Ärzte wussten bei der Behandlung einer Leukämie-Patientin nicht mehr weiter. Erst als sie deren diagnostischen Daten von einem Supercomputer mit 20 Millionen Datensätzen abgleichen ließen, konnten der spezielle Erkrankungstyp identifiziert und die Patientin gerettet werden.

    Aber auch das klassische Krankenhaus befindet sich im Umbruch: Im extrem dünn besiedelten finnischen Lappland ist für manchen Patienten das Krankenhaus über 400 Kilometer weit weg. Patienten gehen dort in lokale Gesundheitszentren – quasi Krankenhäuser ohne Ärzte – und nutzen Teleradiologie, Video- und Telekonsultation sowie Teletraining. Ihre Daten werden dazu ins Zentralkrankenhaus Lapplands übertragen. Und das Mercy Virtual Care Center in Chesterfield im US-Staat Missouri ist ein Krankenhaus mit 300 Mitarbeitern, aber keinem einzigen Bett – ein Krankenhaus ohne Patienten. Bis hin zum Schlaganfall wird in dem 54 Millionen US-Dollar teuren Haus alles per Telemedizin behandelt.

    Der Ort, an dem Diagnostik und Behandlung stattfinden, verschiebt sich so immer mehr in den privaten Lebensbereich des Patienten. Das könnte die Gesundheitswirtschaft erst recht umkrempeln: Denn wer die Vitaldaten der Patienten sammelt, künstliche Intelligenz programmiert und Roboter entwickelt, könnte dereinst die zentrale Position im Markt einnehmen – und die klassische Medizin möglicherweise schlicht zur Zulieferindustrie machen.

    Das Thema „Science Fiction in der Medizin: Ärzte- oder patientenloses Krankenhaus?“ diskutieren auf dem Hauptstadtkongress in Berlin: Dr. Friedrich von Bohlen, Geschäftsführer der dievini Hopp BioTech holding, Prof. Dr. Horst Karl Hahn, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Bildgestützte Medizin, Dr. Andreas Hartung, Chief Operating Officer der AMEOS-Gruppe, Dr. Markus Müschenich, CEO und Co-Founder von Flying Health Incubators und Vorstand des Bundesverbandes Internetmedizin, Prof. Dr. Christian Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Rostock, Dr. Andreas Tecklenburg, Vizepräsident der Medizinischen Hochschule Hannover, und Peter Vullinghs, Vorsitzender der Geschäftsführung der Philips GmbH. Es moderiert der Gesundheitsunternehmer Prof. Heinz Lohmann.

  • 12.04.2017 - Menschenwürde – im Gesundheitswesen Mangelware?

    Die Öffentlichkeit reagierte betroffen, aber Medizin-Insider pflichteten ihr tausendfach bei, als eine OP-Schwester Anfang des Jahres einen offenen Brief an Bundeskanzlerin Merkel schrieb und darin massive Missstände im deutschen Gesundheitswesen beklagte: „Wahrung der Menschenwürde, trotz oftmals widriger Umstände, war für mich das oberste Gebot. Die letzten Jahre war das ein Ding der Unmöglichkeit. Patienten sind zu Wirtschaftsfaktoren geworden, sind Fallzahlen und Kostenfaktoren. Menschen sind sie keine mehr, und sie als solche zu behandeln unmöglich.“ 

    Der informierte Patient und der Kranke, dem ausreichend Zuwendung zuteil wird, sind in einem zunehmend ökonomisierten Gesundheitssystem immer schwerer durchgängig als Zielvorstellung durchsetzbar, beklagen Experten. Das gilt ebenso für Privatheit in voll belegten Mehrbettzimmern, angemessenen Umgang mit Schmerzen von Patienten oder würdevolles Sterben. 

    Einige Kliniken holen sich neuerdings Ethikexperten ins Haus oder entwickeln Ethikprogramme – doch eine Finanzierung durch die Krankenkassen gibt es dafür bislang nicht. 

    Unter dem Titel „Die Niere von Zimmer sechs – können wir uns Menschenwürde im Gesundheitswesen noch leisten?“ diskutieren das kontroverse Thema auf dem Hauptstadtkongress: Dr. Günther Jonitz, Präsident der Ärztekammer Berlin, Uwe Kropp, Pflegedirektor der Evangelisches Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge gGmbH in Berlin, Prof. Dr. Dr. h. c. (mult.) Ursula Lehr, Bundesministerin a. D. und Stellvertretende Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen, Dr. Rainer Norden, Vorsitzender der Geschäftsführung der Evangelisches Klinikum Bethel, und Prof. Dr. Ralf Stoecker, Professor für Praktische Philosophie an der Universität Bielefeld. Moderiert wird die Veranstaltung vom TV-Arzt Dr. Eckart von Hirschhausen. 

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 20. Hauptstadtkongress findet vom 20. bis 22. Juni 2017 im CityCube Berlin statt.

  • 05.04.2017 - Die Gretchenfrage: Hilft bessere Bezahlung gegen den Pflegemangel?

    Während ein Fluglotse durchschnittlich knapp 68.000 Euro im Jahr verdient und Fachkräfte in den Bereichen Kundenservice und Logistik mit mehr als 39.000 Euro entlohnt werden, bekommt ein Altenpfleger im Durchschnitt nur 24.657 Euro brutto. Aber nicht überall: Der Monatsverdienst für eine Pflegefachkraft lag im Jahr 2015 je nach Bundesland zwischen 1.879 und 2.871 Euro. Wer am falschen Ort arbeitet und jung ist, verdient also bis zu 35 Prozent weniger.

    Die Folgen kann man in Sachsen sehen: Dort werden mit etwa 1.600 Pflegekräften pro Jahr zwei Drittel über Bedarf ausgebildet, aber das reicht nicht. Denn viele Absolventen wandern in andere Bundesländer ab, wechseln nach der Ausbildung in einen anderen Beruf oder gehen nur einer Teilzeitbeschäftigung nach. Mancherorts führt Fachkräftemangel bereits zu Aufnahmestopps und Bettenstilllegungen in Pflegeeinrichtungen.

    Karl Brenke vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung erkennt einen direkten Zusammenhang zwischen dem Fachkräftemangel aufgrund geringer Attraktivität des Berufs und mangelnder Verhandlungsstärke bei den Löhnen: "Wenn Fluglotsen knapp sind, steigen die Löhne relativ stark und über Streiks können sie höhere Gehälter fordern. Altenpfleger hingegen sind weniger gewerkschaftlich organisiert. Da wird Fachkräftemangel beklagt, aber es fehlt die Macht, bessere Löhne durchzusetzen."

    Das sieht der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann, ähnlich: "Überall wo in Deutschland über Pflege entschieden wird, sitzt die Pflege nicht mit am Tisch." Über Jahrzehnte hätten die Krankenhäuser auf Kosten der Pflege gespart, während die Ärzte hohe Tariferhöhungen erkämpft hätten, so Laumann.

    Bei einer repräsentativen Umfrage unter Pflegekräften im Herbst 2016 war häufigste Antwort auf die Frage, welche Maßnahmen den Personalmangel lindern könnten: Die Bezahlung müsse erhöht werden. Sylvia Bühler von der Gewerkschaft ver.di fordert nun: "Dass viele Arbeitgeber die Empathie der Beschäftigten und ihr großes Engagement so schamlos ausnutzen können, muss aufhören!" Die halten dagegen: Eine von ver.di geforderte Steigerungen des Pflegemindestlohns auf 12,50 Euro verglich der Präsident des bpa Arbeitgeberverbands, Rainer Brüderle, mit ‚Cockpit-Niveau´.

    Unter dem Titel "Die Gretchenfrage: Gerechte Bezahlung in der Pflege" diskutieren auf dem Hauptstadtkongress im Juni in Berlin: Karl Brenke, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Dietmar Erdmeier, Gewerkschaftssekretär im Bereich Gesundheitspolitik beim Bundesvorstand von ver.di, Kai A. Kasri, Geschäftsführender Gesellschafter der Vivaldo GmbH, Rupert Niewiadomski, Geschäftsführer der Katholischen Sozialstation Freiburg im Breisgau, und Rainer Brüderle, Bundesminister a. D. und Präsident des bpa Arbeitgeberverbands.

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 20. Hauptstadtkongress findet vom 20. bis 22. Juni 2017 im CityCube Berlin statt.

  • 29.03.2017 - Gier und Fehlanreize – wird zu viel, zu wenig oder falsch operiert?

    "In Deutschland wird zu viel operiert", heißt es auf der Website einer großen Krankenkasse, Gewinnstreben sei der Grund. Und eine Veröffentlichung des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung benennt unter der Überschrift "Zwischen Mammon und Ethos" dafür auch Kronzeugen: Die Mehrzahl der Chefärzte deutscher Krankenhäuser vermute, "dass es eine wirtschaftlich motivierte Überversorgung in den hiesigen Krankenhäusern gibt." 

    Im Fall therapeutischer Arthroskopien bei Gelenkverschleiß hat der Gemeinsame Bundesausschuss bereits reagiert: Seit zwei Jahren wird diese Operation nicht mehr erstattet. Das IQWiG war zuvor zu dem Ergebnis gekommen, dass sich ein Nutzen der OP nicht belegen lasse. Etliche weitere chirurgische Eingriffe stehen im Verdacht, in bestimmten Fällen dem Patienten mehr zu schaden als zu nutzen: die Entfernung der Prostata bei Prostatakrebs, Kaiserschnitte, invasive Herzkatheter, Transkatheter-Aortenklappen und das Einsetzen künstlicher Knie- und Hüftgelenke. Schon warnen Artikel in Massenmedien mit Headlines wie: "Achtung, wenn Ihr Arzt zu diesen Eingriffen rät!" 

    Kritik hier ist also wohlfeil. Aber ist sie auch immer wissenschaftlich fundiert? Begründet wird sie oft mit internationalen Vergleichszahlen. Eine Studie des wissenschaftlichen Instituts der PKV von 2015 lässt jedoch erhebliche Zweifel an der Aussagekraft solcher Länderrankings aufkommen, da diese zumeist keine Altersstandardisierung vornähmen. Tue man das, ergebe sich für Deutschland "in der Regel ein vergleichbares Niveau wie in den europäischen Nachbarländern mit gut ausgebauten Gesundheitssystemen". Und ausgerechnet bei den so in Verruf geratenen Hüft- und Knieersatzoperationen kam 2016 eine Studie des IGES-Instituts zu dem Ergebnis, dass der Anteil jener Patienten, bei denen eine angemessene Indikation dokumentiert ist, bei rund 96 Prozent liege. 

    Mediziner kritisieren statt einer Über- immer häufiger eine Fehlversorgung - wegen Fehlanreizen im Vergütungssystem. Denn beispielsweise gibt es auch richtungsweisende Operationsmethoden, die zu selten angewandt werden: Während in skandinavischen Ländern Leistenbrüche zu 60 bis 80 Prozent endoskopisch und ambulant operiert werden, geschieht das in Deutschland nur bei jedem siebenten Patienten - obwohl Komplikationen viel seltener sind. Grund ist nach Meinung von Experten, dass die OP-Methode „in Deutschland mit einer Kostenunterdeckung verbunden " sei. 

    "Wird in Deutschland zu viel oder zu wenig operiert?", das diskutieren auf dem Hauptstadtkongress: Prof. Dr. Bertram Häussler, IGES Institut, Prof. Dr. Klaus-Peter Günther, Universitätsklinikum Dresden, Prof. Dr. Erika Gromnica-lhle, Deutsche Rheuma-Liga, Prof. Dr. Dr. h. c. Norbert P. Haas, ehemals Charité Berlin, und Prof. Dr. Moritz Wente, Aesculap AG. 

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 20. Hauptstadtkongress findet vom 20. bis 22. Juni 2017 im CityCube Berlin statt.

  • 23.03.2017 - Das Programm ist online!

    Das Programm des Hauptstadtkongresses mit allen Veranstaltungen, Referenten und Themen des Hauptstadtforums Gesundheitspolitik, des Managementkongresses Krankenhaus Klinik Rehabilitation und des Deutschen Pflegekongresses kann ab sofort im Internet auf der Website des Kongresses eingesehen werden, und zwar unter folgendem Link: http://www.hauptstadtkongress.de/#programmuebersicht

    Das Programm des Deutschen Ärzteforums folgt in Kürze!

     

    Motto des diesjährigen Hauptstadtkongresses Medizin und Gesundheit ist „Qualität und nachhaltige Finanzierung“. Diskutiert werden die Finanzierung des Gesundheitswesens und dessen Steuerung unter Qualitätsindikatoren. Drei Monate vor der Bundestagswahl stehen gesundheitspolitische Themen ganz vorn auf der Agenda: der morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich, eine mögliche  Renaissance der Idee einer Bürgerversicherung, die Bilanz der jüngsten Pflegegesetzgebung, die Rolle des Innovationsfonds, die Digitalisierung sowie viele Zukunftsthemen aus Gesundheitswirtschaft, Medizin und Pflege.

     

    2017 feiert der Hauptstadtkongress sein 20 jähriges Jubiläum! Im Mittelpunkt der Eröffnungsveranstaltung stehen Rückblick und Ausblick. Unter dem Titel „Brücken statt Mauern – gegen die Versäulung“ geht es um die Zukunft des Gesundheitswesens. Diskutieren werden die drei wissenschaftlichen Leiter der Fachkongresse unter der Moderation von Dr. Eckart von Hirschhausen.  

     

    Eröffnet wird der Kongress wieder von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe.

     

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit im CityCube Berlin ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die Leitveranstaltung der Branche. Wie jedes Jahr finden unter dem Dach des Hauptstadtforums Gesundheitspolitik drei bedeutende Fachkongresse statt: der Managementkongress Krankenhaus Klinik Rehabilitation, der Deutsche Pflegekongress und das Deutsche Ärzteforum. Auch 2017 gibt es außerdem eine Reihe weiterer besonderer Formate: den Tag der Versicherungen, den Fachärztetag und das Apothekerforum.

     

    Melden Sie sich am besten gleich an:

    http://www.hauptstadtkongress.de/teilnahme/

     

    Weitere Informationen zum Kongress finden Sie auf der Website:

    http://www.hauptstadtkongress.de

  • 24.02.2017 - Hauptstadtkongress: Günstiger Frühbuchertarif gilt noch bis zum 6. März!

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit, der vom 20. bis 22. Juni 2017 stattfindet, steht unter dem Motto „Qualität und nachhaltige Finanzierung“. Diskutiert werden die Finanzierung des Gesundheitswesens und die Steuerung unter Qualitätsindikatoren. Drei Monate vor der Bundestagswahl stehen auch die aktuellen gesundheitspolitischen Themen ganz vorn auf der Agenda: eine mögliche Rückkehr zur paritätischen Finanzierung, der morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich, die Renaissance der Idee einer Bürgerversicherung, die Bilanz der jüngsten Pflegegesetzgebung, die Rolle des Innovationsfonds, die Digitalisierung und Zukunftsthemen aus Medizin und Pflege.

     

    Eröffnet wird der drei Tage dauernde Kongress, der in diesem Jahr zum zwanzigsten Mal stattfindet, wieder von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe.

     

    Der günstige Frühbuchertarif gilt noch bis zum 6. März 2017! Nutzen Sie die Chance, mit den wichtigsten Entscheidern aus Politik, Verbänden, Versicherungen, Wissenschaft, Medizin, Pflege und Gesundheitswirtschaft zu diskutieren.

     

    Melden Sie sich am besten gleich an:

    http://www.hauptstadtkongress.de/teilnahme/

     

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit im CityCube Berlin ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die Leitveranstaltung der Branche. Wie jedes Jahr finden unter dem Dach des Hauptstadtforums Gesundheitspolitik drei bedeutende Fachkongresse statt: der Managementkongress Krankenhaus Klinik Rehabilitation, der Deutsche Pflegekongress und das Deutsche Ärzteforum. Auch 2017 bieten wir wieder eine Reihe besonderer Formate an: den Tag der Versicherungen, den Fachärztetag und das Apothekerforum.

  • 26.01.2017 - Deutsches Ärzteforum: Die Zukunft der Medizin und des Arztberufes

    Die Bandbreite der Themen, die im Juni beim Deutschen Ärzteforum, einem von drei Fachkongressen unter dem Dach des Hauptstadtkongresses, auf der Agenda stehen, ist groß: Der medizinisch-technische Fortschritt, die immer intensivere Qualitätsdebatte, immer komplexere Fragen zur solidarischen Finanzierung und zugleich eine zunehmende Ökonomisierung und Digitalisierung der Medizin verändern den Arztberuf von Grund auf.

    Dies verdeutlichen gleich mehrere Veranstaltungen, wie etwa: „‚Faktor Zeit‘ – Verbesserung der Arbeitsbedingungen: Mehr Zeit für Patienten und Weiterbildung“, „Wie erhält die Medizin ein Gesicht in einem Krankenhauskonzern?“, „Roboter-assistierte Medizin: Verteufelt, gefürchtet, jetzt Realität – Chancen und Möglichkeiten“ oder „Zukunftsbild Heilberufler 2030 – exklusive Vorstellung einer aktuellen Studie“.

    Das Deutsche Ärzteforum greift auch eine Reihe kontroverser Themen von gesamtgesellschaftlicher Tragweite auf, wie etwa Fehlanreize in der Vergütung, einen Rückstand Deutschlands bei der Digitalisierung, ethische Fragen zur Finanzierung von medizinischer Forschung durch Pharmaunternehmen oder auch Pay-for-Performance. Die Veranstaltungen dazu sind betitelt: „Wird in Deutschland zu viel oder zu wenig operiert? Neue Zahlen, neue Fakten“, „Medizinische Versorgung im Zeitalter der Digitalisierung – Schneckenpost Deutschland?“, „Forschungskooperationen mit Unikliniken“ und „Pay for Performance: Qualitätsindizes für adäquate Bezahlung – was ist Qualität?“ 

    Beim Deutschen Ärzteforum geht es aber auch um den medizinischen Fortschritt selbst – beispielsweise mit Themen, wie „Organe für alle? Was können Plazentabanken leisten?“, „Biomedizinische Alternsforschung: Biomarker, Zukunftsprojektionen und Interventionsempfehlungen“ oder „Molecular Diagnostics: Neue Ansätze in Therapie und Diagnostik“. 

    Wie in den Jahren zuvor werden zwei besondere Formate Teil des Deutschen Ärzteforums sein: Der Fachärztetag bietet vier eigene Veranstaltungen, unter anderem zu Innovation und Qualität der Laborversorgung und zum Zugang zu Innovationen. Das Apothekerforum diskutiert die Themen: „Der Medikationsplan – eine Zwischenbilanz“, „Health Literacy: Das Wissen kommt aus dem Expertensystem – aber wie kommt es zum Patienten?“ sowie „Die Zukunft der pharmazeutischen Versorgung vor dem Hintergrund europäischer Entwicklungen“. 

    Das Deutsche Ärzteforum richtet sich an die gesamte Ärzteschaft und bietet die einmalige Möglichkeit, mit allen Partnern und Akteuren im Gesundheitswesen den fach- und disziplinübergreifenden Dialog aufzunehmen. Drei Monate vor der Bundestagswahl spielen gesundheitspolitische Themen mit prominenter Besetzung eine besondere Rolle im Hauptstadtforum Gesundheitspolitik, das auch den Teilnehmern des Deutsche Ärzteforums offen steht. 

    Weitere Informationen zum Programm:
    www.hauptstadtkongress.de/deutsches-aerzteforum/

    Das Deutsche Ärzteforum findet, wie der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit, von Dienstag, den 20. Juni, bis Donnerstag, den 22. Juni, 2017, statt. Profitieren Sie jetzt noch vom ermäßigten Frühbuchertarif, melden Sie sich an unter: www.hauptstadtkongress.de/teilnahme

  • 19.01.2017 - Deutscher Pflegekongress: Aktuelle Pflegegesetzgebung unter der Lupe

    Die demografische Entwicklung macht die Pflege zu einer starken Wachstumsbranche, die zunehmend im Fokus der Gesundheitspolitik steht: Noch nie wurden so viele Gesetze zur Pflege verabschiedet wie in der zu Ende gehenden Legislaturperiode – allen voran drei Pflegestärkungsgesetze. Weitere Vorhaben befinden sich noch in der Pipeline, wie etwa das umstrittene Pflegeberufsgesetz. Die aktuelle Gesundheitspolitik und ihre Auswirkungen auf Pflegebedürftige, Pflegekräfte und Pflegeeinrichtungen sind ein wichtiger Themenbereich beim Deutschen Pflegekongress 2017, der im Juni unter dem Dach des Hauptstadtkongresses stattfindet.

    Ein weiteres herausragendes Themenfeld ist der Bereich Ausbildung, Studium, Beruf und Karriere. So sind beispielsweise folgende Veranstaltungen vorgesehen: „Karrierewege und Kompetenzgewinnung in der Praxis und in Hochschulen“, „Hochschulen: Studium als Sprosse auf der Karriereleiter?“ und „Arbeitgeberqualität: Great Place to Work!“

    Drängendstes Problem in der Pflege ist nach wie vor der Fachkräftemangel. Themen aus dem Bereich Personal haben daher große Bedeutung für den Kongress – etwa „Personalakquise: ‚Maßgeschneiderte‘ Fachkräfte dringend gesucht!“ oder „Fachkräfte in der Pflege: Finden, gewinnen, halten!“ Auch kontroverse Fragestellungen kommen zur Sprache, wie etwa „Die Gretchenfrage: Gerechte Bezahlung in der Pflege“. 

    Darüber hinaus bietet der Deutsche Pflegekongress Veranstaltungen zu einer Vielzahl von gesundheitspolitischen und fachlich relevanten Themen, wie beispielsweise „Prozessoptimierung beim Pflege-Outcome - Best Practices“, Palliativ-Versorgung, Demenz-WGs, Innovationen und Robotik in der Pflege, Qualitätsprüfungen und Pflegenoten oder der Aspekt „Managen und Führen“.

    Der Deutsche Pflegekongress richtet sich an die gesamte Pflege. Er findet im Rahmen des Hauptstadtkongresses statt und bietet daher die einmalige Möglichkeit, mit allen Partnern und Akteuren im Gesundheitswesen den fach- und disziplinübergreifenden Dialog aufzunehmen. Drei Monate vor der Bundestagswahl spielen gesundheitspolitische Themen mit prominenter Besetzung natürlich eine besondere Rolle im Hauptstadtforum, das allen Teilnehmern des Pflegekongresses auch offen steht.

    Der Deutsche Pflegekongress findet, wie der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit, von Dienstag, den 20. Juni, bis Donnerstag, den 22. Juni, 2017, statt. Profitieren Sie jetzt noch vom ermäßigten Frühbuchertarif, melden Sie sich an unter: www.hauptstadtkongress.de/teilnahme

  • 08.12.2016 - Kulturwandel im Kliniksektor: Science Fiction ist zum Greifen nah

    Der Arzt sitzt in einem Computerraum, der Patient ist ihm per Video zugeschaltet, seine diagnostischen Daten sieht der Arzt auf dem Bildschirm, eine Krankenschwester betreut den Patienten vor der Videokamera. Es klingt nicht nur wie Science Fiction, sondern auch nach unzulässiger Fernbehandlung. Doch die Bundesärztekammer hat erst kürzlich darauf hingewiesen, dass Telemedizin in dieser Form prinzipiell zulässig ist.

    Werden Behandlungszentren bald auf Ärzte verzichten können? Fest steht: Immer mehr diagnostische Daten stehen zur Verfügung, deren kontinuierliche Auswertung dem Patienten oft mehr nützen kann, als ein freundliches Gespräch alleine. – Telemedizin wird daher zur Normalität werden. 

    Eines der Leitthemen auf dem im Rahmen des Hauptstadtkongresses stattfindenden Managementkongress Krankenhaus Klinik Rehabilitation heißt deshalb: „Science Fiction in der Medizin: Ärzte- oder Patientenloses Krankenhaus?“ Es geht um Fragen wie: Wie weit werden Telemedizin und Robotik gehen? Werden „Fernbehandlungskliniken“ bald schon Realität sein?

    Im Fokus steht der generelle Kulturwandel im Klinikbereich. Weitere wichtige Themen, die das Management im Gesundheitswesen betreffen, sind Systempartnerschaften, Prozessoptimierung, Personalfindung sowie der Bereich Marketing. 

    Der Managementkongress Krankenhaus Klinik Rehabilitation packt darüber hinaus heiße Eisen an – etwa mit folgenden Themen:

    • Friedliche Koexistenz oder feindliche Übernahme: Die Zukunft der Trägervielfalt
    • Quo vadis: Zuru?ck zum Budget oder hin zur Leistungsfinanzierung?
    • Groß, größer, am größten: Bringt die Fusion den Erfolg?

    Zu einer Vielzahl weiterer Veranstaltungen des Kongresses gehört auch die Vorstellung des Krankenhaus Rating Reports 2017. Der Report untersucht alljährlich die wirtschaftliche Situation deutscher Krankenhäuser.

  • 23.11.2016 - HSK 2017 | Qualität und nachhaltige Finanzierung im Fokus

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit findet 2017 zum zwanzigsten Mal statt. Er ist das alljährliche Topereignis des deutschen Gesundheitswesens. Es werden wieder mehr als 8.000 Fachbesucher für drei Tage im Berliner CityCube zusammenkommen, darunter die wichtigsten Führungskräfte und Entscheidungsträger der Branche. Beim Hauptstadtkongress 2017 wird es um die Grundpfeiler unseres Gesundheitswesens gehen: „Qualität und nachhaltige Finanzierung“ lautet das Motto – und umfasst damit die beiden zentralen Kriterien, an denen sich Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft messen lassen müssen. Traditionell wird wieder Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe den Hauptstadtkongress eröffnen.  

    Drei Monate vor der Bundestagswahl spielen natürlich auch gesundheitspoltische Themen eine besonders wichtige Rolle. Im Hauptstadtforum Gesundheitspolitik stehen daher Möglichkeiten zur Steuerung des Gesundheitswesens unter Qualitätsindikatoren und die ersten Zwischenergebnisse des IQTIG im Fokus der Diskussionen. Gefragt wird auch: Zu- und Abschläge je nach Qualität bei der Vergütung - was lässt sich realisieren? Die Chancen einer nachhaltigen Finanzierung des Gesundheitswesens stehen ebenso auf der Agenda wie der Wettbewerb unter den Kassen, die Zusatzbeiträge und eine mögliche Rückkehr zur paritätischen Finanzierung, der morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich sowie die Renaissance der Idee einer Bürgerversicherung.  

    Darüber hinaus geht es aber auch um die Chancen und Risiken der Nutzung von Big Data und datengestütztem Population Health Management, Projekte des milliardenschweren Innovationsfonds, Gesundheits-Apps, Patienten-Empowerment, die Verbesserung der sektorübergreifenden Versorgung sowie die Vermeidung von Korruption im Gesundheitswesen. Die Kongressbesucher erfahren Aktuelles aus dem Gemeinsamen Bundesausschuss und diskutieren die Konsequenzen des Pharmadialogs und die Rolle von Innovationen im deutschen Gesundheitswesen.  

    Der im Rahmen des Hauptstadtforums Gesundheitspolitik stattfindende Tag der Versicherungen widmet sich folgenden Themen: Fairer Kassenwettbewerb trotz Morbi-RSA? Bundesteilhabegesetz und Flexirentengesetz - was bedeutet das für die Rehabilitation? Wie wirkt sich Migration auf die Rehabilitation aus? 

    Der nächste Hauptstadtkongresses Medizin und Gesundheit findet von Dienstag, den 20. Juni, bis Donnerstag, den 22. Juni, 2017, statt. Profitieren Sie jetzt noch vom ermäßigten Frühbuchertarif, melden Sie sich an unter: www.hauptstadtkongress.de/teilnahme

  • 15.09.2016 - Hauptstadtkongress 2017: Wo sich die Gesundheitsbranche trifft

    zum Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit 2017 werden wieder 8.000 Spitzenvertreter und Entscheider aus Politik, Verbänden, Gesundheitswirtschaft und -management, Versicherungen, Wissenschaft, Medizin und Pflege zusammentreffen. Drei Tage lang geht es im Berliner CityCube in rund 200 Einzelveranstaltungen um alle Facetten des Gesundheitswesens. Der Kongress findet zum zwanzigsten Mal statt.

    Ein Leitthema des Kongresses wird Qualität und nachhaltige Finanzierung sein. Wie können die Ziele Qualität und Ökonomie im Gesundheitswesen Hand in Hand gehen? Wie gelingt die Steuerung des Gesundheitswesens unter Qualitätsindikatoren, ist eine Leistungsvergütung mit Qualitätszu- und -abschlägen machbar? Hat das neue Qualitätsinstitut IQTiG bis dahin taugliche Qualitätsindikatoren entwickeln können?

    Drei Monate vor der Bundestagswahl stehen natürlich gesundheitspolitische Themen ganz vorn auf der Aganda: zu erwartende Ausgabenschübe für die Kassen durch aktuelle Gesetze, die stark steigenden Zusatzbeiträge in der GKV, die paritätische Finanzierung, die Renaissance der Idee von einer Bürgerversicherung, das umstrittene Pflegeberufegesetz, das 3. Pflegestärkungsgesetz, die legislative Umsetzung des Pharmadialogs, das Psychiatrieentgeltgesetz, der Innovationsfonds, die Arbeit des Gemeinsamen Bundesausschusses und der morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich.

    Unter dem Dach des Hauptstadtforums Gesundheitspolitik finden wie in jedem Jahr drei Fachkongresse statt, bei denen die fachliche Fortbildung im Zentrum steht:

    - der Managementkongress Krankenhaus Klinik Rehabilitation
    - der Deutsche Pflegekongress und
    - das Deutsche Ärzteforum

    Sonderformate des Kongresses sind wieder der Tag der Versicherungen, der Fachärztetag, der Apothekertag, der Labortag sowie das Psychiatrieforum im Ausstellungsbereich.

    Bitte notieren Sie sich: Der kommende Hauptstadtkongresses Medizin und Gesundheit findet vom 20. bis 22. Juni 2017 statt. Profitieren Sie jetzt vom ermäßigten Frühbuchertarif, melden Sie sich an unter: www.hauptstadtkongress.de/teilnahme

  • 10.06.2016 - Hauptstadtkongress: Die Zukunft der Gesundheit war in Berlin

    Nach drei Tagen ist am Freitag der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit zu Ende gegangen. Die jährliche Leitveranstaltung der Gesundheitsbranche, die bereits zum neunzehnten Mal stattfand, lockte deutlich mehr als 8.000 Teilnehmer in den Berliner CityCube. In rund 200 Einzelveranstaltungen diskutierten Spitzenpolitiker, Wissenschaftler und Vertreter aller Berufsgruppen der Gesundheitswirtschaft die Zukunft des Gesundheitswesens. 

    Das Leitthema hieß in diesem Jahr „Innovationen“. Bereits in der Eröffnungsveranstaltung hatte Annette Widmann-Mauz, MdB, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesgesundheitsminister, die Haltung der Bundesregierung deutlich gemacht, dass das Solidarsystem nur nützliche Innovationen finanzieren könne. Der Begriff Innovation sei „kein Gütesiegel an sich, sondern Nutzen müsse evidenzbasiert nachgewiesen werden“, so Widmann-Mauz. Die Innovationsstrategie der Bundesregierung sehe dafür drei Voraussetzungen: Erstens müssten „echte Innovationen einen wirklichen Fortschritt für Lebensqualität und Lebenschancen“ bringen. Zweitens müssten sich Innovationen am Versorgungsbedarf orientieren. Und drittens dürften wirkliche Innovationen „keine Eintagsfliegen“ sein. 

    Der frühere Berliner Gesundheitssenator und heutige Kongresspräsident des Hauptstadtkongresses, Ulf Fink, hob hervor, dass es essenziell für das deutsche Gesundheits-wesen sei, eine Innovationskultur zu entwickeln: „Dafür muss man bereit sein, etwas zu riskieren“, so Fink. 

    Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles, MdB, sprach sich auf dem Hauptstadtkongress für intensiveres Engagement der Wirtschaft in der betrieblichen Gesundheitsförderung aus. Nur 20 Prozent der Betriebe seien in diesem Bereich aktiv, kritisierte die Ministerin. Zu „gesundem Arbeiten“ gehörten aber auch selbstbestimmtere Arbeitszeiten. Nahles beschrieb Software-Innovationen wie ein „Schicht-Doodle“, bei dem über Software die Arbeitszeitwünsche aller Mitarbeiter optimal berücksichtigt werden könnten. „Die Flexibilisierungsbedürfnisse der Arbeitnehmer können dadurch gut mit den Flexibilisierungsbedürfnissen der Wirtschaft in Einklang gebracht werden“, so die Ministerin. 

    Vor dem Hintergrund, dass mit zunehmender Digitalisierung auch die Anforderungen an die Qualifikation und Weiterbildung der Arbeitnehmer steigen, sprach sich Arbeitsministerin Nahles dafür aus, die Bundesagentur für Arbeit in eine „Bundesagentur für Arbeit und Qualifikation“ umzugestalten. 

    Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Staatssekretär Karl-Josef Laumann, hob auf der Bühne des Hauptstadtkongresses die Wichtigkeit der vielfältigen Gesetzesvorhaben der Bundesregierung zur Stärkung der Pflege hervor: „Pflege hat in dieser Legislaturperiode einen ganz zentralen Stellenwert eingenommen.“ 

    Der auf dem Kongress vorgestellte Krankenhaus Rating Report 2016 des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung zeigt eine gleichbleibende Insolvenzgefahr für deutsche Krankenhäuser. 11 Prozent der etwa 1.800 deutschen Kliniken befinden sich in erhöhter Gefahr eines Konkurses. Während durch die Modernisierungsprogramme in den neuen Bundesländern die Insolvenzgefahr dort deutlich niedriger liegt, erreicht sie in Baden-Württemberg mittlerweile fast 50 Prozent aller Krankenhäuser. Die kumulierte Investitionslücke deutscher Krankenhäuser beträgt nach Angaben der RWI-Forscher 28 Milliarden Euro. 

    Aufsehen erregte der Auftritt des US-amerikanischen Pioniers der regenerativen Medizin, Prof. Dr. Anthony Atala. Der Forscher und sein Team beschäftigen sich am Wakefield Forest Institute mit der künstlichen Erzeugung menschlichen Gewebes und menschlicher Organe aus körpereigenen Zellen. Patienten leben bereits mit Organen aus Atalas Labor, wie etwa mit einer Harnblase, einer Vagina und Knochensegmenten. Ziel der Wissenschaftler ist es, die Transplantationsmedizin von ihrem Engpass bei Spenderorganen zu befreien. 

    Auch die unter dem Dach des Hauptstadtkongresses stattfindenden drei Fachkongresse nahmen sich drängender Fragestellungen an: 

    Der Managementkongress Krankenhaus Klink Rehabilitation beschäftigte sich intensiv mit der Digitalisierung, bei der deutsche Kliniken – etwa im Vergleich zu skandinavischen Ländern – deutlich in Rückstand geraten sind. Aber auch Cyberangriffe auf Krankenhäuser waren Thema einer eigenen Veranstaltung. 

    Das Deutsche Ärzteforum blickte auf die herausragenden Innovationen in Diagnostik und Therapie, die mit Nanotechnologien und auf die genomisch auf den Patienten abgestimmten Behandlungsmethoden derzeit vor allem die Onkologie revolutionieren. Aber auch neue, wirkungsvollere Strategien gegen Krankenhausinfektionen mit resistenten Erregern wurden präsentiert. 

    Der Deutsche Pflegekongress brachte eine Vielzahl von Kontroversen zu Tage, wie dem Pfegenotstand beizukommen sei. Dass die Veranstaltung zu dem teilweise umstrittenen, schrittweise in Kraft tretende Pflegeberufegesetz aus allen Nähten platzte, zeigt, wie groß der Diskussionsbedarf zwischen Politik und Pflegeberufen ist. 

    Kongresspräsident Ulf Fink hob die vielfältigen Einblicke hervor, die Kongressbesucher in die Zukunftstrends von regenerativer Medizin, Präzisionsmedizin, Versorgungsforschung, Digitalisierung und viele weitere Bereiche erhalten haben. „Die Aussage ‚die Zukunft der Gesundheit kommt nach Berlin‘ hat sich mit dem heute zu Ende gegangenen Hauptstadtkongress bewahrheitet”, so Fink zum Abschluss des Mega-Events. 

    Der nächste Hauptstadtkongress findet vom 20. bis 22. Juni 2017 statt.

  • 03.06.2016 - Die Zukunft der Gesundheit kommt nach Berlin: Hauptstadtkongress beginnt am 8. Juni 2016

    Mehr als 8.000 Entscheidungsträger aus Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft kommen zusammen, wenn am kommenden Mittwoch, dem 8. Juni 2016, der 19. Hauptstadtkongress eröffnet wird. Bei knapp 200 Einzelveranstaltungen werden über 600 Redner, Referenten und Diskussionsteilnehmer auftreten – darunter viele Spitzenpolitiker aus Bund und Ländern, prominente Wissenschaftler und Führungspersönlichkeiten aus Institutionen des Gesundheitswesens. 

    Das Leitthema heißt in diesem Jahr: Innovationen. Ein führender Kopf einer der derzeit innovativsten medizinischen Forschungsbereiche stellt seine Arbeit auf dem Hauptstadtkongress in einer Lecture der deutschen Öffentlichkeit vor: Der in der Fachwelt gefeierte Star der regenerativen Medizin, Prof. Dr. Anthony Atala, Direktor des Wake Forest Institute for Regenerative Medicine, Winston-Salem/USA, erzeugt im Labor künstliches Gewebe und Organe aus menschlichen Zellen für die Transplantationsmedizin. Aktuell arbeiten Atala und sein Team daran, Organe mittels 3D-Drucks zu produzieren. 

    Bei der Eröffnungsveranstaltung des Kongresses wird Prof. Dr. Bertram Häussler vom IGES-Institut „die großen Erfolge von Medizin und Gesundheitsversorgung“ resümieren und Prof. Dr. Detlev Ganten, der Vorsitzende des Charité-Stiftungsrats, richtet den Blick auf „die großen Hoffnungen der Medizin für die Gesundheit“. 

    Der Hauptstadtkongress zieht auch in diesem Jahr wieder eine Vielzahl hochrangiger Politiker aus Bund und Ländern an: Neben Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles sind fünf Staatssekretäre der Bundesregierung dabei: Annette Widmann-Mauz, MdB, der Patientenbeauftragte der Bundesregierung Karl-Josef Laumann, Lutz Stroppe, Ingrid Fischbach, MdB, und Thomas Rachel, MdB. Aus den Ländern kommen Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (Hamburg), Gesundheitsministerin Barbara Steffens (NRW) und Gesundheitssenator Mario Czaja (Berlin). Insgesamt 15 Abgeordnete repräsentieren die Gesundheitspolitik des Bundestages. 

    Auch aus der Gesetzlichen Krankenversicherung stehen beim Hauptstadtkongress hochrangige Persönlichkeiten auf der Bühne: Ulrike Elsner (vdek), Martin Litsch (AOK), Dr. Christoph Straub (Barmer GEK), Prof. Dr. h. c. Herbert Rebscher (DAK). Und für den G-BA Prof. Josef Hecken sowie Dr. Christof Veit für das IQTiG. 

    Aus der Wissenschaft sorgen meinungsstarke Forscher für interessante Kontroversen, wie etwa der Vorstandsvorsitzende der Charité, Prof. Dr. Karl Max Einhäupl, der Pharmakritiker Prof. Dr. Gerd Glaeske, der Gesundheitsökonom und Bundestagsabgeordnete Prof. Dr. Karl Lauterbach, MdB, der Politikberater Prof. Dr. Dr. h. c Bert Rürup und der Ökonom Prof. Dr. Jürgen Wasem

    Der 19. Hauptstadtkongress findet vom 8. bis 10. Juni 2016 im CityCube Berlin statt. 

  • 31.05.2016 - Ein Visionär auf dem Podium: Prof. Dr. Anthony Atala spricht über regenerative Medizin

    Der in der Fachwelt gefeierte Star der regenerativen Medizin, Prof. Dr. Anthony Atala, Director des Wake Forest Institute for Regenerative Medicine, Winston-Salem/USA, spricht in seiner Lecture am ersten Kongresstag über eine große Hoffnung der Medizin: Derzeit stirbt alle 30 Sekunden ein Patient an einer Krankheit, die mit Gewebeersatz oder einer Transplantation hätte behandelt werden können – doch die Zahl freiwilliger Spender ist zu gering. Im Labor erzeugte Implantate könnten helfen und viele Menschenleben retten. 

    Dr. Atala und sein Team sind weltweit führend in der künstlichen Erzeugung von menschlichem Gewebe und sogar Organen für die Transplantationsmedizin. Erste Patienten leben bereits mit einer Reihe von im Labor erzeugten Implantaten: Knochen, Knorpel, Haut, Hornhaut, Blase, Blutgefäße, Vagina, Muskeln oder Segmenten des Harntrakts. Weltweite Aufmerksamkeit erhielten die Wissenschaftler zuletzt für ihre Publikation, mit der sie die Machbarkeit des 3D-Drucks lebender Zellstrukturen als Ersatz für verletztes oder erkranktes Gewebe nachwiesen. 

    Nach dieser besonderen Lecture folgt die Veranstaltung mit dem Titel „Zukunft der Medizin“: Der Vorstandsvorsitzende einer der größten Universitätskliniken Europas, der Charité, Prof. Dr. Karl Max Einhäupl, der Deutschland-Chef des zweitgrößten Pharmaunternehmens der Welt, Pfizer, Peter Albiez, und der Bioinformatikunternehmer und Biotech-Investor Dr. Friedrich von Bohlen von Molecular Health erläutern ihre Zukunfsthoffnung und stellen sich der Diskussion mit Dr. Atala. 

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 19. Hauptstadtkongress findet vom 8. bis 10. Juni 2016 im CityCube Berlin statt. 

  • 27.05.2016 - Innovationen und Ethik: Wie viel dürfen Innovationen kosten?

    Immuntherapie könnte den Durchbruch gegen Krebs bringen. Weil die Therapie aber bis zu 100.000 Euro pro Jahr und Person verschlingt, stimmen Krankenkassen nur restriktiv zu. Schon gibt es Analysten, die damit rechnen, dass in zehn Jahren bis zu 60 Prozent der Patienten mit fortgeschrittenem Krebs eine Immuntherapie erhalten könnten. Sie schätzen den Markt weltweit auf jährlich 35 Milliarden US-Dollar. 

    Neue Medikamente können auch Leberzirrhose und Leberkrebs nach einer Hepatitis-C-Infektion verhindern – ohne starke Nebenwirkungen und bei guter Verträglichkeit. Doch die Behandlung ist ebenfalls außerordentlich teuer: Wollte man alle 300.000 Infizierten in Deutschland sofort behandeln, „würde das die Krankenkassen rund 18 Milliarden Euro kosten, das sind fast zwei Drittel der gegenwärtigen GKV-Ausgaben für Arzneimittel“, rechnete die Ärztezeitung 2014 vor. Kassenärztliche Bundesvereinigung und GKV-Spitzenverband handelten für 2015 zusätzliche Ausgaben von etwa 1 Milliarde Euro und für 2016 von 1,4 Milliarden Euro aus. Das bedeutet: Nur ein Bruchteil der Erkrankten kann bei solchen Preisen behandelt werden. 

    Es stellt sich die Frage, ob diese Preisgestaltung angemessen und ethisch vertretbar ist. 

    Innovationen und Ethik: Wie viel dürfen Innovationen kosten?“ lautet der Titel einer Veranstaltung beim Hauptstadtkongress. Es diskutieren: Prof. Dr. mult. Eckhard Nagel, Universität Bayreuth und Mitglied des Deutschen Ethikrats, Dr. Patrick Horber, Geschäftsführer von AbbVie Deutschland, Susanne Mauersberg, Verbraucherzentrale Bundesverband, und Dr. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer GEK. Moderator ist Dr. Rainer Hess, ehemaliger unparteiischer Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses. 

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 19. Hauptstadtkongress findet vom 8. bis 10. Juni 2016 im CityCube Berlin statt. 

  • 25.05.2016 - Labortag, Apothekerforum und weitere Sonderformate beim Hauptstadtkongress

    Auch der 19. Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit wartet wieder mit einem umfangreichen Programm auf: Über 150 Veranstaltungen, 500 Referenten und 8.000 Teilnehmer sorgen für fachlichen Austausch auf höchstem Niveau! Zusätzlich zum Programm der drei Fachkongresse und des Hauptstadtforums Gesundheitspolitik werden beim Hauptstadtkongress wieder besondere Formate und spezielle Veranstaltungsreihen angeboten: 

    Der Labortag 2016 wird am 9. Juni von Labor Berlin ausgerichtet und legt zusammen mit Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft und Forschung den Fokus auf Innovation und Qualität in der Labordiagnostik und deren Beitrag zu einer hochwertigen Krankenversorgung. Näheres zu den drei Themenkomplexen finden Sie unter http://www.hauptstadtkongress.de/sonderformate.html#labortag

    Das Apothekerforum findet ebenfalls am 9. Juni beim Hauptstadtkongress statt - insgesamt schon zum vierten Mal! Es beinhaltet 2016 im Wesentlichen zwei Veranstaltungen, nämlich zu den Themen „Evidenz und Selbstmedikation: OTC im Fokus“ sowie „Interprofessionelle Vernetzung Arzt-Apotheke: Technische Vernetzung, Datensicherheit und Co.“. Weitere Infos und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter www.hauptstadtkongress.de/deutsches-aerzteforum/apothekerforum.html

    Darüber hinaus finden auch der Fachärztetag am 8. Juni sowie der traditionelle Tag der Versicherungen am zweiten Kongresstag wieder statt. Abgerundet werden die Sonderformate durch Satellitensymposien und Unternehmensworkshops. Näheres hierzu unter: http://www.hauptstadtkongress.de/sonderformate.html

    Krönender Abschluss des Hauptstadtkongresses 2016 ist der Start-up Slam am 10. Juni, der ab 15:45 Uhr auf der Kongress-Piazza stattfindet. Hier werden sieben Start-ups gegeneinander antreten und sich dem Publikum und einer Jury in 5 Minuten vorstellen. Zu gewinnen gibt es einen Haupt- und zwei Trostpreise. Einzelheiten unter: http://www.hauptstadtkongress.de/index.php?id=57&id_programm=74

  • 19.05.2016 - Onkologie: Wann kommt der Durchbruch im Kampf gegen Krebs?

    Dank beachtlicher Fortschritte in der Krebstherapie können heute mehr als die Hälfte aller Krebspatienten geheilt werden - noch vor 30 Jahren war es gerade mal ein knappes Drittel. Bei bestimmten Krebsarten, so bei Melanomen, Prostata- oder Hodenkrebs liegt die 5-Jahres-Überlebensrate heute bei über 90 Prozent. 

    Die Wissenschaftler wecken Hoffnungen auf weitere Fortschritte: Neuartige Medikamente unterbrechen zum Tumorwachstum notwendige biochemische Signalketten oder hemmen die Angiogenese, das Wachstum von Blutgefäßen, das der Tumor für seine Blutversorgung aufbaut. Vor allem aber könnte die Immuntherapie den Durchbruch im Kampf gegen Krebs bringen: Bei ihr werden auf unterschiedliche Weise körpereigene Immunzellen aktiviert, um den Tumor zu zerstören - Tumoren und Metastasen verschwinden, zum Teil innerhalb kurzer Zeit. 

    Immer wichtiger wird in der Onkologie auch die personalisierte, so genannte Präzisionsmedizin, bei der die Behandlung auf individuelle genetische Merkmale der Patienten abgestimmt wird. Der Trend geht deshalb zugleich zu einer stratifizierten Medizin mit einer wachsenden Zahl immer speziellerer Therapien für homogene Patientenkollektive. 

    Ein Konflikt ist absehbar: Obwohl Zulassungs- und Nutzenbewertungsverfahren dadurch komplexer werden, erwarten Patienten schnelleren Zugang zu den für sie spezifisch geeigneten Therapien, jahrelange klinische Studien nach heutigen Evidenzkriterien werden sie kaum akzeptieren. 

    Gleich zwei Veranstaltungen auf dem Hauptstadtkongress beschäftigen sich mit den Zukunftstrends der Onkologie - und zwar im Rahmen des Deutschen Ärzteforums: 

    Unter dem Titel "Wann kommt der Durchbruch beim Thema Krebs? Neues aus der Onkologie" diskutieren: Prof. Dr. Bernhard Wörmann, Medizinischer Leiter der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie, Dirk Greshake, AstraZeneca Deutschland, Dr. Uwe Vosgerau, Gemeinsamer Bundesausschuss, Thomas Bodmer, Mitglied des Vorstands der DAK-Gesundheit, Wolfgang van den Bergh, Chefredakteur der Ärzte Zeitung, und Prof. Dr. Marek Tadeusz Zygmunt, Universitätsmedizin Greifswald. 

    Das Thema "Zur Notwendigkeit beschleunigter Zulassungsverfahren - Onkologie im Schnelldurchlauf?" erörtern Prof. Dr. Lothar Bergmann, Stellvertretender Direktor der Medizinischen Klinik II des Klinikums der Uni Frankfurt/Main und Sprecher des Tumorzentrums Rhein-Main, Dr. Jan Müller-Berghaus, Leiter des Referats Medizinische Grundsatzfragen des Paul-Ehrlich-Instituts, Dr. Florian Jantschak, Referent der Abteilung Arzneimittel des Gemeinsamen Bundesausschusses, Prof. Dr. Bernhard Wörmann, Charité Universitätsmedizin Berlin und Medizinischer Leiter der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie, und Prof. Dr. Clemens-Martin Wendtner, Städtisches Klinikum München. 

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 19. Hauptstadtkongress findet vom 8. bis 10. Juni 2016 im CityCube Berlin statt. 

  • 17.05.2016 - Zertifikat als „Magnet-Klinik“: Bringt das gutes Personal und viele Patienten?

    Es ist ein Konzept, um zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen - dem Personalnotstand in der stationären Krankenpflege etwas Wirkungsvolles entgegenzusetzen und in Zeiten eines wettbewerbsgeprägten Gesundheitswesens Patienten für eine Klinik zu begeistern. Das Konzept heißt "Magnet-Klinik" - als Sinnbild dafür, qualifizierte Mitarbeiter und Patienten gleichermaßen anzuziehen. 

    Das Konzept hat das US-amerikanische American Nurses Credentialing Center (ANCC) in den 1990er Jahren ausgetüftelt. Das ANCC zertifiziert seitdem Kliniken, wenn bestimmte Qualitätskriterien in der Pflege erfüllt sind. Dazu gehören beispielsweise berufliche Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten für die Pflegekräfte, eine geringere Arbeitsbelastung auf den Stationen mit der Chance zu mehr Zuwendung und Beratung für die Patienten sowie auch die permanente empirische Evaluation der pflegerischen Qualität. 

    In etlichen Studien wiesen Magnetkrankenhäuser deutlich geringere Komplikations- und Sterblichkeitsraten auf als andere Kliniken, die vor allem auf die Relation Patienten pro Pflegekraft, aber auch auf bessere Ausbildung zurückzuführen waren. In den USA kommt kaum eine große Klinik mehr ohne Zertifizierung als Magnet-Klinik aus, will sie wirtschaftlich erfolgreich sein. 

    Ob und wie das Modell auf deutsche Krankenhäuser übertragbar sein könnte, wird Thema auf dem Hauptstadtkongress sein: Unter dem Titel "Patientenströme lenken, Mitarbeiter gewinnen - was genau macht eine Magnetklinik aus?" diskutieren Irmtraut Gürkan, Kaufmännische Direktorin des Universitätsklinikums Heidelberg, Andreas Schneider, Direktor Pflege und Patientenmanagement der Sozialstiftung Bamberg, Marcel Weigand, Weiße Liste, und Janina Colmorgen, Pflegerische Zentrumsleiterin des Zentrums für Innere Medizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. 

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 19. Hauptstadtkongress findet vom 8. bis 10. Juni 2016 im CityCube Berlin statt. 

  • 11.05.2016 - Innovationen und Qualität - Professor Hecken vom G-BA auf dem Hauptstadtkongress

    Es geht um einen Milliardenbetrag und das Thema Qualität: Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) soll neue Versorgungsformen fördern und erforschen, um damit zur qualitativen Verbesserung der bestehenden Versorgung gesetzlich Krankenversicherter beizutragen. Zur Verfügung stehen vier Jahre lang jeweils 300 Millionen Euro. Der G-BA hat kürzlich die Förderkriterien festgelegt und vier Bereiche für förderungswürdige Projekte benannt: Arzneimitteltherapiesicherheit, Projekte im Bereich E-Health und Telemedizin, Versorgungsmodelle in strukturschwachen oder ländlichen Gebieten sowie Versorgungsmodelle für vulnerable Patientengruppen, wie etwa psychisch Kranke. Bis 5. Juli können Anträge auf Fördergelder eingereicht werden. 

    Unter dem Titel "Aktuelles aus dem G-BA: Projekte im Rahmen des Innovationsfonds" erläutert der unparteiische Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses Prof. Josef Hecken auf dem Hauptstadtkongress, welche Projekte Chancen auf Fördermittel haben. Mit ihm diskutieren: Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen, Dr. Norbert Mönter, Geschäftsführer der Psychiatrie Initiative Berlin Brandenburg, Stefan Oelrich, Sanofi Group Europe, und Joachim M. Schmitt, Geschäftsführer des Bundesverbandes Medizintechnologie. 

    In der Diskussion werden auch weitere, kontrovers diskutierte Aufgaben, die der Gesetzgeber dem G-BA übertragen hat, zur Sprache kommen: 

    • Bis Ende des Jahres soll der G-BA Qualitätsindikatoren benennen, die sich für eine qualitätsorientierte Krankenhausplanung eignen.
    • Bis Ende 2017 soll der G-BA einen Katalog von Leistungen festlegen, die sich für eine qualitätsabhängige Vergütung von Krankenhausleistungen mit Zu- und Abschlägen eignen.
    • Ebenfalls bis Jahresende soll der G-BA für die Notfallversorgung in Krankenhäusern ein Klassifizierungssystem festlegen, das auch über die Höhe von Sicherstellungszuschlägen entscheidet.
    • Der G-BA hat im März Verfahrensregelungen beschlossen, nach denen er künftig neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden mit Medizinprodukten hoher Risikoklasse bewerten wird.
    • Das Bundesgesundheitsministerium will bis zum Sommer einen Referentenentwurf vorbereiten, in dem die frühe Nutzenbewertung neuer Arzneimittel fortentwickelt werden soll. 


    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 19. Hauptstadtkongress findet vom 8. bis 10. Juni 2016 im CityCube Berlin statt. 

  • 04.05.2016 - „Medizin 4.0“: Wie können Kliniken von der 4. Industriellen Revolution profitieren?

    Der Chirurg sieht während der endoskopischen Operation auf einem Bildschirm, was er tut. Eine Stimme aus dem Computer sagt ihm, welchen OP-Schritt er jeweils auszuführen hat und was dabei zu beachten ist. Nähert er sich mit dem sensorbestückten Instrument einem sensiblen Punkt im Körper des Patienten, warnt die Stimme vor möglichen Kunstfehlern. Solche digitalen OP-Management-Systeme werden seit kurzem in Kliniken eingeführt. Vor allem helfen sie jungen Operateuren, schnell die Exzellenz erfahrener Kollegen zu erreichen. Die Qualitätsdaten der Klinik steigen dadurch nachweisbar. Und damit letztlich die Chancen auf schwarze Zahlen in der Krankenhausbilanz.

    Doch deutsche Krankenhäuser sind bei der Digitalisierung eher zögerlich: So sind Kliniken im europäischen Ausland etwa bei der elektronischen Übermittlung von Befunden, Patientenbriefen und Laborergebnissen an Ärzte, Krankenkassen oder andere Gesundheitsdienstleister deutlich weiter, wie eine Studie im Auftrag der EU-Kommission vor zwei Jahren befand. Nur sechs Prozent der deutschen Kliniken mit Akutversorgung waren zu diesem Zeitpunkt mit anderen Akteuren des Gesundheitswesens vernetzt. In Dänemark, Island und Schweden sind hingegen gut 50 Prozent der Krankenhäuser in ein übergreifendes IT-Gesundheitsnetzwerk eingebunden.

    Durch die konsequente Nutzung digitaler Technologien ließen sich erhebliche Effizienzreserven heben, sagen Fachleute. Nach einer Untersuchung meinen beispielsweise 83 Prozent der Führungskräfte, das Einkaufswesen ihrer Klinik könne von den Möglichkeiten der Digitalisierung profitieren – ein Indiz dafür, in wie vielen deutschen Kliniken es noch gang und gäbe ist, Verbrauchsgüter personalintensiv per Telefon zu bestellen. Nur 28 Prozent der deutschen Krankenhäuser besitzen bereits eine umfassende Strategie, wie sie Chancen und Herausforderungen der digitalen Transformation in der Gesundheitswirtschaft begegnen wollen, so eine Untersuchung aus dem vergangenen Jahr.

    Unter dem Titel „Medizin 4.0 krempelt Krankenhäuser um: Gewinner und Verlierer“ wird es Thema beim Hauptstadtkongress im Juni in Berlin sein, wo die deutschen Klinkiken stehen und wohin sie gelangen müssen. Das diskutieren: Dr. Jens Peukert, Vorstandsvorsitzender der Lohfert & Lohfert AG, Tomas Pfänder, Mitglied des Vorstands der UNITY AG, Dr. Michael Philippi, Mitglied des Vorstands der Sana Kliniken AG, Andreas Schlüter, Geschäftsführer der Klinikum Westfalen GmbH, Prof. Dr. Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Dr. Gerhard M. Sontheimer, Vanguard AG, und Dr. Gunter Trojandt, Geschäftsführer der Surgical Process Institute Deutschland GmbH. Moderiert wird die Session von Prof. Heinz Lohmann, wissenschaftlicher Leiter des Kongresses Krankenhaus Klinik Rehabilitation. 

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 19. Hauptstadtkongress findet vom 8. bis 10. Juni 2016 im CityCube Berlin statt.

  • 27.04.2016 - Pflege-Roboter – ein Segen oder ethisch zweifelhaft?

    Hightech-Systeme können alten Menschen im Alltag immer öfter mit intelligenten Lösungen helfen. Was die Industrie an Prototypen bereits entwickelt hat, ist beeindruckend: So ermittelt ein unter dem Parkett verlegter, gewichtssensitiver Bodenbelag, ob der Bewohner gestürzt ist und löst gegebenenfalls per Funk oder Internet Alarm aus. Oder das Licht wird automatisch eingeschaltet, wenn jemand nachts aufsteht. Ein weiteres System stellt Unregelmäßigkeiten fest: Wurde die Kühlschranktür eines Bewohners nicht, wie sonst immer, zur Frühstückszeit geöffnet, wird über ein Signal Hilfe herbeigeholt. Intelligente Überlaufsysteme für die Badewanne beispielsweise unterstützen Demenzkranke.

    Können solche „vorpflegerischen Assistenzsysteme“ nicht nur Alten helfen, sondern möglicherweise den Eintritt des Pflegefalls sogar hinauszögern?

    Auch in der stationären Pflege ist die Robotik auf dem Vormarsch: Der Prototyp eines Roboters kann Heimbewohnern nicht nur Wasser ausschenken, sondern er registriert nach Gesichtserkennung auch für jeden Einzelnen die getrunkene Menge. Die Geruchssensoren eines anderen Systems melden "Inkontinenzereignisse" an die Stationsleitung. Und ein japanischer Roboter kann bereits Patienten aus dem Bett heben und zur Toilette bringen. Nachgedacht wird bereits über einen Roboter, der wie ein Kleidungsstück übergezogen wird und dem Nutzer Bewegungen auszuführen hilft, die der aus eigener Kraft nicht mehr ausführen kann.

    Könnten Roboter möglicherweise den Personalnotstand mindern, der angesichts der demografischen Entwicklung noch stark zunehmen dürfte?

    Viele Hoffnungen verknüpfen sich mit solchen Technologien. Aber es gibt auch Widerstand: In Japan hat man in Pflegeheimen technische Überwachungssysteme nach Protesten wieder abgebaut. Und auch hierzulande gebe es wenig Bereitschaft, sich bei Alltagsdingen wie Haare waschen, Trinken oder Gehen von Maschinen helfen zu lassen, sagt der Sprecher eines Technologiekonzerns.

    Unter dem Titel „Pflegeroboter ja oder nein? Neue Technologien und Helfer für Pflegekräfte und Patienten“ diskutieren technologische, gesundheitsökonomische und ethische Aspekte dieses Themas Expertinnen aus der Pflege: Dr. Adelheid Weßling, MPH, KOM Consulting, Prof. Dr. Birgit Wilkes, Technische Hochschule Wildau, Petra Burkert, Renafan GmbH und Birgit Gebhardt, Zukunftsforscherin und Trendexpertin. Es moderiert Prof. Dr. Martin Heckelmann von der Technischen Hochschule Nürnberg

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 19. Hauptstadtkongress findet vom 8. bis 10. Juni 2016 im CityCube Berlin statt.

  • 27.04.2016 - Herausforderung für Personaler: junge Ärztinnen und Ärzte

    Ärzte unter 30 Jahren, sagten unverblümt „Privatleben kommt vor Arbeit“, so warnte kürzlich ein Artikel in einer medizinischen Fachzeitschrift. Das hat Folgen: Mehr und mehr junge Mediziner dieser Altersgruppe wollen in Teilzeit arbeiten. Ein Klinikdirektor beklagt sogar: „Wenn ich heute zwei Leute einstelle, sind sie so verfügbar wie einer!“

    Die Statistik bestätigt das: Laut der Kassenärztlichen Bundesvereinigung stieg die Zahl der angestellten Vertragsärzte und –psychotherapeuten allein im Jahr 2015 um 10,6 Prozent – doch wegen des Trends zur Teilzeit wuchsen die geleisteten Arztstunden nur um ganze 0,2 Prozent. Offene Stellen für angestellte Humanmediziner bleiben deshalb auch weiterhin so lange unbesetzt wie in keiner anderen Berufsgruppe in Deutschland – 139 Tage, fast fünf Monate.

    Auch die Bundesärztekammer weiß von den Ansprüchen der jüngsten Medizinergeneration: „Wie zahlreiche Umfragen zeigen, legen diese jungen Ärzte großen Wert auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Beruf, Familie und Freizeit, auf feste Arbeitszeiten und flexible Arbeitszeitmodelle“, sagt Präsident Frank Ulrich Montgomery.

    Im Wettbewerb um die begehrten Nachwuchskräfte beginnen die Personalverantwortlichen in deutschen Klinken umzudenken: Wie kann man junge Ärzte gewinnen und binden? Klinikeigene Kitas und Kindergärten entstehen, Sabbaticals und Elternzeiten werden häufiger. Auch über den Führungsstil in den Kliniken wird immer häufiger diskutiert. Und es wird hinterfragt: Wie kann man junge Mediziner gesund und motiviert im Unternehmen halten?

    Wie der Trend den Medizinbetrieb verändert, diskutieren auf dem Hauptstadtkongress unter dem Titel „Junge Ärztinnen und Ärzte im Fokus! Lebensphasenorientierung - Arbeitsbedingungen – Karrierechancen“: Prof. Dr. Albert Nienhaus, Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege, Dr. Kevin Schulte, Bündnis Junge Ärzte, Prof. Dr. Klaus Hahnenkamp, Universitätsmedizin Greifswald, und – als Moderatorin – Jessica Hanneken von der Deutschen Apotheker- und Ärztebank.

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 19. Hauptstadtkongress findet vom 8. bis 10. Juni 2016 im CityCube Berlin statt.

  • 20.04.2016 - Wird Deutschland zum Digitalisierungsgewinner? - Rürup über Industrie 4.0

    Der Ökonom und frühere Regierungsberater Bert Rürup befürchtet eine weitere Verschärfung der Finanzierungskrise des deutschen Sozialversicherungssystems durch die Digitalisierung: Vieles spricht dafür, dass es im Zeitalter der Industrie 4.0 zu einem Rückgang des Anteils der sozialversicherungspflichtigen Löhne am Volkseinkommen kommen wird. Wenn sich der Niedriglohnsektor weiter ausbreitet, wenn dauerhafte Arbeitsverhältnisse weiterhin seltener werden und wenn internetbasiertes Arbeiten zunehmend zum Schlupfloch in der Sozialversicherung wird, dann drohe die größtenteils auf Arbeitnehmereinkommen beruhende Finanzierungsbasis der GKV noch weiter zu erodieren. Rürup bringt deshalb die Idee einer Wertschöpfungsabgabe in die Debatte ein – die Möglichkeit, die Arbeitgeberanteile nicht wie bisher an der sozialversicherungspflichtigen Lohnsumme, sondern an der gesamten, zunehmend kapitalintensiv erzeugten Wertschöpfung zu bemessen. Ob Deutschland zum „Digitalisierungsgewinner“ werden kann, hänge davon ab, ob es der Politik gelinge, eine zeitliche und räumliche Flexibilisierung von Erwerbsarbeit und die Ausbreitung neuer Erwerbsformen zu ermöglichen, so Rürup.

    Prof. Dr. Dr. h. c. Bert Rürup, Präsident des Handelsblatt Research Institute, wird seine Thesen auf dem Hauptstadtkongress im Juni in Berlin unter dem Titel „Industrie 4.0 und die Zukunft des Gesundheitswesens“ vorstellen und anschließend mit Prof. Dr. Dr. Karl W. Lauterbach, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag, darüber diskutieren. Moderiert wird der Ideenstreit von Prof. Dr. Johann-Matthias Graf von der Schulenburg, Ordinarius für BWL an der Leibniz Universität Hannover und Sprecher des Center for Health Economics Research Hannover.

    Das Thema Finanzierung des Gesundheitswesens ist Gegenstand einer weiteren großen Diskussionsveranstaltung auf dem Hauptstadtkongress: Unter dem Titel „Die Bundestagsrunde: Die Zukunft der Finanzierung des Gesundheitswesens“ diskutieren die gesundheitspolitischen Sprecherinnen der Bundestagsfraktionen Maria Klein-Schmeink, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Hilde Mattheis, SPD-Fraktion, und Maria Michalk, CDU/CSU-Fraktion, mit Dr. Karsten Neumann vom  IGES Institut.

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 18. Hauptstadtkongress findet vom 10. bis 12. Juni 2015 im CityCube Berlin statt.

  • 13.04.2016 - Cyber-Risiken im Krankenhaus: Wie Kliniken das unterschätzte Problem meistern können

    Als Anfang Februar der Zentralrechner zweier Krankenhäuser in Düren von Schadsoftware befallen wird, können die Probleme noch binnen sieben Stunden behoben werden. Doch wenig später erwischt es eine Aachener Klinik: Alle EDV-Systeme müssen heruntergefahren werden. Die Notaufnahme bleibt tagelang geschlossen.

    Nur zwei Tage später wird ein Neusser Klinikum Opfer einer Cyber-Attacke: Herzinfarkt-Patienten müssen an andere Krankenhäuser verwiesen werden, ein Teil der OPs wird absagt. "Wir arbeiten derzeit im Notfallbetrieb", so ein Sprecher. 

    Kurz darauf in einem Krankenhaus in Arnsberg: Auf einem Computer wird Schadsoftware entdeckt und das komplette System muss heruntergefahren werden. Außer Notfällen können zwei Tage lang keine neuen Patienten aufgenommen werden. Befunde müssen persönlich, per Telefon oder Fax übermittelt werden. 

    Nach Medienberichten sind im Februar 2016 auch Krankenhäuser in Mönchengladbach, Kleve, Kalkar, Essen und Köln betroffen. In Aachen trifft es sogar einen Zentralrechner für 60 Kliniken und Altenpflegeeinrichtungen. 

    Zu Schaden kommt glücklicherweise in keinem der Fälle jemand, Patientendaten bleiben gesichert. 

    Bereits im vergangenen Sommer konnte ein deutscher IT-Spezialist per Hack in einem süddeutschen Krankenhaus das Narkosegerät eines großen Herstellers übernehmen. Via Laptops konnte er die Beatmung stoppen und alle Funktionen blockieren. Es war ein Test, Auftraggeber das Krankenhaus! 

    Wie Krankenhäuser der Verwundbarkeit ihrer IT-Systeme besser vorbeugen können, das zeigt eine Veranstaltung auf dem Hauptstadtkongress 2016 auf: „Sicher durch's Netz: Management von Cyber-Risiken im Krankenhaus“, lautet der Titel. Auf dem Podium: Detlev Hrycej, Geschäftsführer der Ecclesia Versicherungsdienst GesmbH, Dr. Thomas W. Beushausen, Ärztlicher Direktor des Kinder- und Jugendkrankenhaus Auf der Bult, Frank Rustemeyer, Director der HiSolutions AG, Andreas Dahm-Griess, Mitglied der Geschäftsführung der itsc GmbH und Patrick Postel, Geschäftsführender Gesellschafter der Silpion IT-Solutions GmbH. 

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 19. Hauptstadtkongress findet vom 8. bis 10. Juni 2016 im CityCube Berlin statt. 

  • 31.03.2016 - Digitalisierung: Klinik-Branche am Beginn einer neuen Zeit

    Als vierte industrielle Revolution wird jene radikale Veränderung durch den Siegeszug der Digitalisierung bezeichnet, welche viele Branchen bereits zum Teil hinter sich haben. Der Medizin und dem deutschen Gesundheitssystem steht sie jedoch weitestgehend noch bevor. Der Fachkongress Krankenhaus Klinik Rehabilitation, der im Juni im Rahmen des Hauptstadtkongresses Medizin und Gesundheit stattfindet, hat sich deshalb das Motto gegeben: „Medizin 4.0: Kliniken am Beginn einer neuen Zeit“. Es geht dabei beispielsweise um folgende Themen: 

    • Unter dem Titel „Medizin 4.0 krempelt Krankenhäuser um: Gewinner und Verlierer“ diskutieren Healthcare-Spezialisten aus führenden Consultingunternehmen mit Geschäftsführern großer Klinikkonzerne, welches die besten Strategien sind, um in der Digitalisierung bestehen zu können.
    • "Sicher durch’s Netz: Management von Cyberrisiken im Krankenhaus" heißt eine Veranstaltung, auf der Sicherheitsexperten darstellen, wie sich Kliniken bei zunehmender Digitalisierung vor Datenmissbrauch, Hackern und Risiken für die Patienten schützen können.
    • Welchen Fortschritt in der Medizin die Digitalisierung bringen könnte, ist Gegenstand der Veranstaltung „IT vernetzt: Patienten und Experten profitieren".
    • In der Session „Einkauf besser anders machen: Digitalisierung im Beschaffungsprozess“ geht es um das Rationalisierungspotenzial im Einkauf von Krankenhäusern.

    Wie immer greift der Fachkongress Krankenhaus Klinik Rehabilitation aber auch viele andere wichtige Fragen auf, die Entscheider im Klinikmanagement beschäftigen: Unter den Titeln „Mehr Produktivität geht nicht gibt’s nicht: Spezialisten optimieren Services“ sowie „Qualität und Effizienz steigern: Betreibermodelle für Kliniken“ geht es um Outsourcing und die Leistungsfähigkeit externer Dienstleister, „Kollege kommt bald: Neue Wege der Personalgewinnung“ zeigt Trends im HR-Bereich auf und in der Veranstaltung „Krankenhausstrukturgesetz: Top oder Flop?“ wird eine erste Bilanz zum KHSG gezogen. 

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 19. Hauptstadtkongress findet vom 8. bis 10. Juni 2016 im CityCube Berlin statt.

  • 16.03.2016 - Das Programm ist online!

    Beim 19. Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit vom 8. bis 10. Juni 2016 stehen Innovationen im Mittelpunkt des Geschehens!

    Dass E-Health, Digitalisierung und Molekulare Medizin den Fortschritt mit immer höherer Geschwindigkeit antreiben, ist dabei allerdings nur ein Aspekt. Oft werden dazugehörige Fragen auch kontrovers diskutiert. Zum Beispiel: Welchen Stellenwert haben Innovationen im deutschen Gesundheitswesen tatsächlich, was dürfen Innovationen kosten? Zu solchen Fragen gehen die Positionen von Experten, Patientenvertretern, Leistungserbringern, Industrie und Kostenträgern immer häufiger weit auseinander.

    Natürlich diskutieren wir auch die aktuelle Gesundheitspolitik und die vielen neuen Gesetze, die jetzt quer durch die Branche Einzug halten oder noch im Wartestand sind.

    Neben Gesundheitsminister Gröhe, der den Kongress eröffnen wird, erwartet die Besucher eine Vielzahl hochrangiger Vertreter aus Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft, wichtige Entscheider aus Verbänden und Krankenversicherungen, aus Industrie und Kliniken, aus Medizin, Pflege und Wissenschaft und Spitzenvertreter nichtärztlicher Gesundheitsberufe.

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die Leitveranstaltung der Branche. Unter dem Dach des Hauptstadtforums Gesundheitspolitik finden die drei Fachkongresse Krankenhaus Klinik Rehabilitation, Deutscher Pflegekongress und Deutsches Ärzteforum statt.

    Auch 2016 freuen wir uns auf eine Reihe besonderer Formate: den Tag der Versicherungen, den Fachärztetag, das Apothekerforum, den Diagnostikertag und den Start-Up-Slam.

  • 01.03.2016 - Günstiger Frühbuchertarif läuft Ende Februar aus!

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit, der vom 8. bis 10. Juni 2016 stattfindet, widmet sich diesmal schwerpunktmäßig dem gesamten Themengebiet „Innovationen“: E-Health, Digitalisierung, Molekulare und Regenerative Medizin, der Einsatz von Pflegerobotern, aber auch kontroverse und ethische Fragen, etwa die Finanzierung von Innovationen durch das Solidarsystem der GKV, stehen im Mittelpunkt. Weiter wird intensiv diskutiert, wie Innovationen optimal gefördert werden können, damit sie schnell und wirksam den Patienten zugutekommen.

    Eröffnet wird der drei Tage dauernde Kongress wieder von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe.

    Der günstige Frühbuchertarif gilt noch bis zum 29. Februar 2016! Nutzen Sie die Chance, mit den wichtigsten Entscheidern aus Politik, Verbänden, Versicherungen, Wissenschaft, Medizin und Pflege zu diskutieren. Melden Sie sich am besten gleich an: www.hauptstadtkongress.de/teilnahme/

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit im CityCube Berlin ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die Leitveranstaltung der Branche. Wie jedes Jahr finden unter dem Dach des Hauptstadtforums Gesundheitspolitik drei bedeutende Fachkongresse statt: der Managementkongress Krankenhaus Klinik Rehabilitation, der Deutschen Pflegekongress und das Deutsche Ärzteforum. Auch 2016 bieten wir wieder eine Reihe besonderer Formate an: den Tag der Versicherungen, den Fachärztetag, den Diagnostiktag und das Apothekerforum.

    Seien Sie dabei! Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

  • 22.01.2016 - Deutsches Ärzteforum 2016: Zukunft der Medizin im Fokus

    Das Deutsche Ärzteforum im Rahmen des Hauptstadtkongresses Medizin und Gesundheit 2016 hat die Zukunft der Medizin im Visier: Nirgendwo sonst sind die Errungenschaften des Fortschritts derart frappierend und so nah am Menschen. Innovationen und Medizin gehören zusammen und sind Wesenskern des Deutschen Ärzteforums 2016. 

    Im Zentrum stehen deshalb Zukunftsthemen wie neue bildgebende Verfahren, Digitalisierung und Molekulare Medizin, Regenerative Medizin und neue Aspekte der Netzwerkmedizin. 

    Auf der Themenpalette des Ärzteforums 2016 stehen weiter: 

    • Was ist eine Innovation? Und wer bezahlt sie?
    • Neues zur Onkologie: Wann kommt der Durchbruch beim Thema Krebs?
    • E-Health und Telemedizin – Helfer oder Gegner für den „Endnutzer Arzt“?
    • Digitalisierung: Neue Geschäfts- und Versorgungsmodelle
    • Innovative Technologien in der Kardiologie
    • Gesund altern! Neues zur biomedizinischen Alternsforschung
    • Junge Ärzte im Fokus: Lebensphasenorientierung – Arbeitsbedingungen – Karrierechancen
    • Das Zweitmeinungsverfahren von morgen: Routineverfahren oder Utopie?
    • Ausgezeichnete Mitarbeiter- und Patientenorientierung in Gesundheitsunternehmen
    • Der Arzt als Patient
    • Choosing wisely – gemeinsam klug entscheiden 

    Der Fachärztetag, der wieder Teil des Deutschen Ärzteforums ist, widmet sich der Zukunft des Arztberufes sowie der Versorgungsforschung. 

    Ebenfalls wieder unter dem Dach des Ärzteforums dabei: Das Apothekerforum 2016 mit den Themen „OTC“ und Interprofessionelle Vernetzung Arzt – Apotheke. 

  • 10.12.2015 - Hauptstadtkongress 2016: Im Mittelpunkt der Diskussionen steht das Thema Innovationen

    Sechs Monate vor dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit, zu dem im Juni 2016 über 8.000 Besucher zusammentreffen werden, stehen die Themen zentraler Veranstaltungen bereits fest:

    Das Leitthema des Kongresses lautet: „Innovationen“. Dabei geht es nicht nur um Aspekte medizinischen Fortschritts, wie das Potential von Digitalisierung und Big Data für Forschung und Medizin, den Einsatz von Pflegerobotern am Krankenbett oder die Frage, ob Computer den Arzt nach und nach ersetzen werden und wie Innovationen schnell zum Patienten kommen, sondern auch um die großen Hoffnungen der Medizin. Aufgerufen sind zudem kontrovers diskutierte Themen: Was dürfen Innovationen im Gesundheitswesen kosten? Wie kann der Nutzen von Innovationen gerecht und für alle Beteiligten transparent bewertet werden, um zu entscheiden, ob das Solidarsystem dafür aufkommen soll? Der Hauptstadtkongress wird sich mit dem jährlich 300 Millionen Euro schweren Innovationsfonds zur Erforschung neuer Versorgungsformen ebenso beschäftigen wie mit einer Bestandsaufnahme zu Gesundheitskarte und Telematikinfrastruktur. Und der immer wichtigeren Frage, wie Krankenhäuser sich gegen Cyber-Risiken wappnen können.

    Wie es Tradition ist, wird Bundesgesundheitsminister Gröhe die Leitveranstaltung der Gesundheitsbranche eröffnen. Ein breites Spektrum aktueller Fragen steht zur Diskussion. Gefährdet der Datenschutz die Gesundheit von Patienten? Was plant das IQTiG in Sachen Qualitätssicherung in Klinik und Praxis? Wie kann Krankenhauskeimen besser begegnet werden? Wie soll Korruption intensiver bekämpft werden? Verändern sich die Prävalenzen von Krankheiten durch Migration? Wann kommt der Durchbruch beim Thema Krebs? Wie können Fusionen im Krankenhaussektor gelingen, sind bei der Krankenhausreform jetzt die Anreize richtig gesetzt? Ist gute Pflege angesichts des Personalmangels Utopie? Ruiniert der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff die Sozialversicherungen? Wichtigste Studie, die auf dem Hauptstadtkongress wieder exklusiv vorgestellt wird, dürfte der Krankenhaus Rating Report 2016 sein, der die wirtschaftliche Situation deutscher Kliniken untersucht.

    Seien Sie dabei! Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Aus unserem Blog

Aktuelle Beiträge vom Hauptstadtkongress-Blog

11
Jun
Hauptstadtkongress zeigt: Digitalisierung ist Chefsache geworden

Ein Beitrag von Dr. Ingrid Völker, Kongressleiterin und Geschäftsführerin, WISO S. E. Consulting. Mit einem Teilnehmerrekord endete am Freitag in Berlin der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit. Für drei Tage waren insgesamt 8.400 Entscheider aus dem deutschen Gesundheitswesen zur größten...

08
Jun
Strategische Technologiepartnerschaft

Ein Beitrag von Dr. Andreas Goepfert, Geschäftsführer Klinikum Braunschweig gGmbH. Das Klinikum Braunschweig – als Maximalversorger auf universitärem Niveau – und Siemens Healthineers beschreiten mit einer Technologiepartnerschaft Radiologie gemeinsam neue Wege bei der Bereitstellung innovativer...

Medien zum Hauptstadtkongress

Pressespiegel zum HSK 2018

Pressespiegel:   Teil 1 und 2 (PDF, 299 MB)     Teil 3 (PDF,38 MB)    

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